Mediationen und ihre Systematik###LINK35###
###LINK36### Abteilung Wissen / Fachbuch Mediation
Die Systematik der Mediation ordnet ihre Vielschichtigkeit und die unterschiedlichen Erscheinungsformen.
###LINK37###
Diese Seite gehört zum Fachbuch Mediation
Pfad: (Abteilung) ###LINK38### → (Rubrik) ###LINK39###
Beitrag: Mediationen
Hinweis: Das ist die Coverseite des 3. Buchabschnitts
###LINK40### → Weiter: ###LINK41###
- ###LINK51###
- ###LINK52###
- ###LINK53###
- ###LINK54###
- ###LINK55###
- ###LINK56###
- ###LINK57###
- ###LINK58###
- ###LINK59###
- ###LINK60###
###LINK61######LINK62###
###LINK63### Die systematische Erfassung der Mediation ist wichtig. Jeder der sich näher mit ihr befasst wird merken, dass Mediation nicht gleich Mediation ist! Hinter dem Begriff Mediation verbirgt sich ein Kollektivsingular, was dadurch zum Ausdruck kommt, dass die ###LINK64### bereits 215 verschiedene Varianten und Mediationsbezeichnungen kennt. Besteht Konsens, dass es sich um eine ###LINK65### handelt? Diese Charaktereigenschaft ergibt sich aus dem ###LINK66###, das aus der Verfahrensabgrenzung im vorausgegangenen Buchabschnitt hergeleitet wurde. Beachten Sie aber bitte, dass die Verstehensermittlung kein Definitionsmerkmal ist. Darauf und auf die unterschiedlichen Herangehensweisen der Mediation soll im Folgenden eingegangen werden.
Was ist Mediation?###LINK67###
Der Begriff Mediation wird inzwischen inflationär gebraucht. Nicht immer ist klar, was damit gemeint ist. Die zentrale Eingangsfrage lautet deshalb, was genau gemeint ist, wenn von der Mediation gesprochen wird und wann von einer Mediation gesprochen werden kann. Die Systematik mag dazu beitragen, das Konstrukt der Mediation und ihren Inbegriff besser zu verstehen. Damit die Zusammenhänge erkennbar werden, finden Sie auf allen Seiten, die eine Kategorie zur Systematisierung der Mediation darstellen, den folgenden Hinweis.
Mediationssystematik
Die Mediationssystematik unterscheidet verschiedene Klassen, die in ihrer Kombination ein klares Bild über die Leistungsfähigkeit der Mediation ergeben. Das Mediationsverständnis bildet den Ausgangspunkt. Es gibt die Ausrichtung vor.
###LINK68######LINK69###
###LINK70######LINK71######LINK72######LINK73######LINK74###
Mediationen, die nicht eingeordnet werden können, werden als Waisen behandelt.
###LINK75######LINK76###
Wann ist eine Mediation eine Mediation?###LINK77###
Genügt es, wenn jemand zu einer Verhandlung hinzugezogen wird, der sich Mediator nennt? Genügt es, wenn er bei der Verhandlung aktiv zuhört? Genügt es, die Mediation als eine Art der Gesprächsführung zu bezeichnen?###LINK78### Braucht es nicht mehr, damit aus der ###LINK79### oder dem ###LINK80### eine Mediation wird? Mitunter ist auch von einem konstruktiven Dialog die Rede. Wäre der von einem Moderator geführte konstruktive Dialog, bei dem er das Loopen anwendet, auch eine Mediation? Was ist, wenn er auf die Phasen verzichtet?###LINK81### Wir wollen versuchen, der Frage auf den Grund zu gehen, um die Mediation gegen andere Verfahren und Vorgehensweisen abzugrenzen und ihre Kompetenz herauszustellen. Also wenden wir und der Frage zu, was der Begriff Mediation genau meint.
Was meint der Begriff Mediation genau?###LINK82###
Die Frage ist trotz der Definition im ###LINK83### noch immer nicht eindeutig beantwortet. Der Zugang fällt leichter, wenn die Mediation als ein Kollektivsingular verstanden wird. Dieses Verständnis kommt der Mediation entgegen, weil sie viele Gesichter hat, hinter denen sie ihre ###LINK84### verbirgt. Die Vielfalt ist ihr Fluch und ihr Segen zugleich. Sie führt in eine ###LINK85### hinein, die einerseits eine umfassende Konfliktbearbeitung ermöglicht. Andererseits führt sie nicht nur beim Laien zur Verwirrung. Trotz ihrer hohen Bekanntheit gibt es fehlerhafte Vorstellungen von dem, was die Mediation ist und was sie zu leisten vermag.
###LINK86###
Eine erste, auch für Laien gedachte Übersicht, finden Sie in dem Beitrag ###LINK87###. Er wird mit dem nebenstehenden Bild bereits auf der Startseite herausgestellt, um die Einführung der Mediation zu erleichtern. Die Darstellungen zur Mediation###LINK88### belegen, wie schwierig es ist, die Mediation in einem sogenannten ###LINK89### so zu beschreiben, so dass sie nicht mit beliebigen Konfliktbeilegungsverfahren verwechselt wird. Klicken Sie auf das nebenstehende Bild, um der ###LINK90### durch die Mediation zu folgen.
Das Phänomen der Produktdifferenzierung###LINK91###
Die Vielfalt der Mediationsansätze lässt sich unterschiedlich interpretieren. Sie kann Ausdruck der Innovationskraft einer Idee sein, die auf unterschiedliche Konfliktkontexte angewendet und weiterentwickelt wird. Zugleich verweist sie auf einen Markt mit hohem Wettbewerbsdruck, in dem Anbieter nach Möglichkeiten suchen, sich voneinander abzugrenzen.
Im ersten Fall handelt es sich um Produkt- bzw. Verfahrensdifferenzierung, die auf tatsächlichen inhaltlichen oder methodischen Weiterentwicklungen beruht. Im zweiten Fall spricht man von Pseudodifferenzierung, bei der Unterschiede vor allem durch neue Bezeichnungen und Etiketten erzeugt werden, ohne dass sich das Verfahren selbst wesentlich verändert. Pseudodifferenzierungen erschweren die Orientierung über Angebote und Einsatzmöglichkeiten der Mediation. Gleichwohl sind sie Teil der Marktrealität, mit der sich die Mediation als Verfahren und Profession auseinandersetzen muss.
###LINK92###
Definitionsversuche###LINK93###
Die fachliche Auseinandersetzung mit der Mediation beginnt mit ihrer Definition oder genauer gesagt mit den Definitionsversuchen.
Die Mediation wurde in Deutschland im Jahre 2012 durch das ###LINK94### und in dessen Artikel eins durch das ###LINK95### geregelt. Die Einführung eines Gesetzes über die Mediation wurde als ein ###LINK96### beschrieben, der mit der Einführung des BGB vergleichbar sei. Jenseits der Frage seiner Bedeutung enthält das Gesetz eine Legaldefinition in ###LINK97###, die nahelegen will, worum es geht. Die Vorschrift besagt:
(1) Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Parteien mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben.
(2) Ein Mediator ist eine unabhängige und neutrale Person ohne Entscheidungsbefugnis, die die Parteien durch die Mediation führt.
Als Vorlage dieser Legaldefinition sollte die Definition der ###LINK98### dienen. Sie finden das Zitat der Richtlinie und weitere Definitionsversuche in der ###LINK99###. Die Auseinandersetzung mit der gesetzlichen Definition selbst finden Sie im ###LINK100###. Die gesetzliche Definition ist ungenau. Sie verdeckt nicht nur wichtige Eigenschaftsmerkmale. Sie vermischt auch ###LINK101### mit ###LINK102###.###LINK103### Konsequenzen sind die kaum mögliche ###LINK104### zur ###LINK105###. Auch kann es zur Ablehnung einer Mediation wegen eines fehlenden Tatbestandsmerkmals kommen, das lediglich ein Prinzip herausstellt, obwohl alle Eigenschaften erfüllt sind. Die folgenden Beiträge bieten sich an, wenn sie das Thema vertiefen möchten:
###LINK106### ###LINK107### ###LINK108###
Eine um die Prinzipien bereinigte Definition erlaubt es, den Prozess auch in einem psychologischen, philosophischen und sozialwissenschaftlichen Verständnis zu begreifen und von irreführenden Formalien zu befreien. In diesem Verständnis lautet die Definition der Mediation wie folgt:
###LINK109### - Die Mediation beschreibt eine Verfahrensweise, mit der die Parteien durch eine Verstehensvermittlung über alle relevanten Informationen verfügen, die es ihnen ermöglichen, eine am allseitigen Nutzen orientierte Lösung zu finden. Die Lösung lässt sich auf die gesamte Komplexität der zu klärenden Fragen ein und vergleicht die gefundene Lösung mit dem möglichen Ergebnis anderer Verfahren.
Gesetzliche Mindestanforderungen###LINK110###
Die Festlegung von Mindestanforderungen ist notwendig, um die Mediation eindeutig von anderen Verfahren der Konfliktbearbeitung abzugrenzen und begriffliche Unschärfen oder Pseudodifferenzierungen zu vermeiden.
Die gesetzlichen Mindestanforderungen ergeben sich aus ###LINK111###. Sie definieren diejenigen Bedingungen, die zwingend erfüllt sein müssen, damit ein Verfahren als Mediation im rechtlichen Sinne eingeordnet werden kann. Sie bestimmen somit den formalen Rahmen des Verfahrens. Mindestanforderung sind:
- §1 Abs. 1, §2 Abs. 2 MediationsG :Es muss sich um ein Verfahren mit einem strukturierten Ablauf handeln
- §1 Abs. 1 MediationsG :Die Parteien streben die Beilegung ihres Konfliktes eigenverantwortlich an.
- §1 Abs. 1 MediationsG :Die Hilfe eines Mediators wird in Anspruch genaommen
- §5 MediationsG :Der Mediator muss ausgebildet sein.
- §2 Abs. 2 MediationsG : Das Verfahren hat Grundsätze, die z.T im Gesetz genannt sind (zB Neutralität, Vertraulichkeit, Unparteilichkeit, fehlende Entscheidungsbefugnis, Informiertheit, Freiwilligkeit)
Die Mindestanforderungen sollen die Grenzen aufweisen, ab wann sich ein Verfahren als Mediation bezeichnen kann. Das ###LINK112### ist dann eine Auslegungshilfe, wenn es um die Feststellung der Inhalte geht. Die Frage, ob und wann die Mediation zur Anwendung kommt, beantwortet die Frage nach der ###LINK113###.
###LINK114### ###LINK115### ###LINK116###
Sinn und Zweck###LINK117###
Auch die Frage nach dem Ziel, dem Sinn und dem Zweck divergiert, wenn von der Mediation die Rede ist. Für viele erschöpft sich das Ziel in der Herbeiführung einer Abschlussvereinbarung. Der Zweck ist das Einigwerden. Für andere ist die Mediation ein Klärungsprozess der in das Ziel des Findens einer Lösung mündet. Der Zweck ist die Herbeiführung eines allseitigen Nutzens, wie etwa der Zufriedenheit. Ziel, Zweck und Nutzen werden im Zusammenhang mit dem Prozess der Mediation erörtert. Die Mediationsphilosophen kommen zu einem ganz überraschenden Ergebnis:
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem Video um ein bei Youtube (Google) hinterlegtes Video handelt. Was das bedeutet, erfahren Sie in der ###LINK118###. Eintrag im ###LINK119### erfasst unter ###LINK120###
Zunächst stellen sie fest, dass der Sinn der Mediation nach der Betroffenheit zu differenzieren ist. Dann ist die Mediation für die Parteien eine Sinnfindung. Für den Staat und die Gesellschaft ist sie eine Sinngebung und für den Mediator ist sie eine Auseinandersetzung mit der Sinnfrage.
###LINK121### ###LINK122###
Die Welt der Mediation###LINK123###
Wegen der großen Bandbreite an Möglichkeiten ist eine Differenzierung der Mediationsvarianten und eine Abgrenzung der unterschiedlichen Erscheinungsformen dringend erforderlich. Sie werden bemerken, dass die Mediation mehr ist, als nur ein Verfahren (im juristischen Verständnis)! Sie geht weit darüber hinaus. Je nach dem zugrunde liegenden ###LINK124### beschränkt sich der ###LINK125###, also die Bandbreite der Anwendungsmöglichkeiten, nicht auf die gesetzliche Mediation, also die Mediation i.S.d. ###LINK126###. Mit dem Blick auf die ###LINK127###, die den Vorgang der Mediation in den Mittelpunkt stellt und unter Zugrundelegung der ###LINK128### sind folgende Anwendungsmöglichkeiten zu unterscheiden:
Mediation als Container (Verfahren)
andere Container (Verfahren)
formelle Mediation iSd Gesetzes
Formelle Mediation (auch ###LINK129### genannt) ist das isoliert durchgeführte Verfahren im juristischen Verständnis, worauf das ###LINK130### anwendbar ist.
formelle Mediation i.ü.
Die formelle Mediation im Übrigen ist auch ein Fall der reinen Mediation. Sie beschreibt das isoliert durchgeführte Verfahren im juristischen Verständnis, auf das das ###LINK131### allerdings NICHT anzuwenden ist (zB Schulmediation, nicht professionelle Mediation). In diese Kategorie fällt das ###LINK132###, wenn es methodenrein geführt wird.
materielle Mediation
Materielle Mediation (auch ###LINK133### genannt, ist die methodisch verwirklichte, aber nicht isoliert durchgeführte Mediation.###LINK134###
Sie ist von der bloßen Anwendung von Techniken der Mediation zu unterscheiden und auf die ###LINK135### zurückzuführen. Sie erweitert den Mediationsradius, indem die Mediation methodisch in unterschiedlichen ###LINK136### realisiert wird.
###LINK137###
Ungeordnete Vielfalt###LINK138###
Die Mediation ist weder das einzige Verfahren noch die einzige Möglichkeit der Konflikt- oder Streitbeilegung. Ihre Einordnung erschließt sich erst, wenn sie nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil eines größeren Zusammenhangs verstanden wird. Wer Mediation als eine eigene „Welt“ begreift, erkennt schnell, dass sie mit zahlreichen anderen Welten der Konfliktbearbeitung in Beziehung steht. Begriffe wie die ###LINK139###, das ###LINK140### oder der vielzitierte ###LINK141### bringen diese Vielschichtigkeit anschaulich zum Ausdruck.
Eine erste systematische Orientierung bietet das Streitkontinuum, das Verfahren der Konflikt- und Streitbeilegung entlang zentraler ###LINK142### einordnet. Vor diesem Hintergrund ist es bemerkenswert, dass die Mediation – zumindest theoretisch – alle relevanten Dimensionen dieses Kontinuums abdecken kann. Gerade deshalb ist es notwendig, ein klares Bewusstsein für das Wesen der Mediation zu entwickeln und sie gegenüber anderen Verfahren der Streit- und Konfliktbeilegung sachgerecht abzugrenzen. Eine solche Einordnung leistet die systematische Verfahrenszusammenstellung, die die Mediation korrekt innerhalb der Gesamtlandschaft der Konfliktbeilegungsverfahren verortet.
###LINK143###
Der „Dschungel“ der Verfahren erfordert jedoch nicht nur eine Abgrenzung der Mediation nach außen, sondern auch eine Klärung nach innen. Die Mediation steht zunehmend vor der Aufgabe, sich gegenüber sich selbst zu ordnen. Das Mediationsverzeichnis dokumentiert bereits 215 unterschiedliche Varianten, Bezeichnungen und Ausprägungen von Mediation. Diese Vielfalt erschwert nicht nur die Orientierung für Ratsuchende, sondern wirft auch die Frage auf, wie tragfähig die einzelnen Differenzierungen tatsächlich sind – insbesondere dann, wenn nicht alles, was als Mediation bezeichnet wird, den fachlichen Kriterien des Verfahrens entspricht.
Hier zeigt sich ein zentrales Spannungsfeld: Während Vielfalt Ausdruck fachlicher Entwicklung sein kann, besteht zugleich die Gefahr der pseudodifferenzierenden Etikettierung, bei der Unterschiede primär sprachlich erzeugt werden, ohne dass sich das Verfahren in seiner Struktur oder Wirkweise wesentlich verändert. Überzeugen Sie sich selbst von der Bandbreite der verwendeten Bezeichnungen:
###LINK144###
###LINK145###
Die notwendige Klassifizierung###LINK146###
Mediation ist nicht gleich Mediation! Diese Behauptung ist der Hinweis auf ihre Vielfalt. Immerhin erfasst die ###LINK147### bereits 215 verschiedene Varianten. Um zu erkennen, was (noch) eine Mediation ist (und was nicht mehr) und wie sich die Mediation von anderen Mediationen unterscheidet, ist eine Klassifizierung angebracht. Die nachfolgende Skizze soll das Ordnungsschema veranschaulichen. Sie erweitert die ###LINK148###, die um die jetzt und hier zu erläuternde ###LINK149### erweitert wird.
###LINK150###
Die Mediationssystematik###LINK151###
Die Grafik belegt, dass die Auflistung der Mediationen trotz einer Unterteilung und einer geringen Auswahl recht unübersichtlich ist. Das ###LINK152### enthält inzwischen 206 Einträge. Um eine Übersichtlichkeit zu erreichen und um die unterschiedlichen Erscheinungsformen qualifizieren zu können, bedarf es einer Ordnung. Damit die unterschiedlichen Erscheinungsformen der Mediation in diese Ordnung einsortiert werden können, bedarf es der Einführung von Klassen. Die Klassen stellen Kategorien dar, die eine systematische Einordnung der Mediationen ermöglichen. Die Systematik legt eine Unterscheidung zwischen den folgenden Klassen nahe:
| Klasse | Zugang | Beschreibung |
|---|---|---|
| 1 | ###LINK153### | Die Mediationskonzepte beschreiben die wissenschaftliche Herleitung der Mediation. |
| 2 | ###LINK154### | Modelle ergeben die Bearbeitungstiefe |
| 3 | ###LINK155### | Formen beschreiben die Ausführungsweise |
| 4 | ###LINK156### | Felder beschreiben die Anwendungsbereiche |
| 5 | ###LINK157### | Stile beschreiben die persönliche Herangehensweise |
Die Einteilung in die zuvor genannten fünf Klassen ist abschließend. Sie erfassen alle Varianten der Mediation. Weil manche der entdeckten Mediationsvarianten unvollständig beschrieben sind, ist deren Zuordnung aktuell nicht möglich. Um sie dennoch zu erfassen und einer späteren Zuordnung zuzuführen, werden die unspezifischen Mediationen vorerst den Mediationswaisen zugeschrieben.
| 6 | ###LINK158### | Bei den Mediationswaisen ist (war) eine Zuordnung (noch) nicht möglich |
Die Einordnung hat sich bewährt. Sie genügt den Qualitätsansprüchen und erlaubt es, alle Varianten zu erfassen und die Mediation zu qualifizieren. Die Klassifizierung ergibt eine Struktur, die Abhängigkeiten aufdeckt. Alle Klassen stehen in einer Beziehung zueinander, sodass die übergeordnete Klasse stets die nachgeordnete Klasse determiniert. Der in dieser Systematik nicht explizit erwähnte Ausgangspunkt bildet das Mediationsverständnis. Es ist ausschlaggebend dafür, was unter dem Begriff Mediation zu verstehen ist.
Die Klassen im Einzelnen###LINK160###
Um eine Antwort auf alle Fragen zu finden, die in dem vorausgegangenen Beispiel aufgeworfen wurden, kommt es darauf an was unter der Mediation verstanden wird. Das Mediationsverständnis bildet deshalb den Ausgangspunkt für die Zuordnung und Klassifizierung der jeweiligen Mediation.
Das Mediationsverständnis###LINK161###
Jenseits der Definition beschreibt das ###LINK162###, wie der Begriff konnotiert wird. Im Gegensatz zur Definition stellt das Verständnis ihre Bedeutung und nicht lediglich ihre Eigenschaften heraus. Ihre Bedeutung erschließt sich aus der Zielsetzung und der mediationstypischen Herangehensweise. Verschiedene Sichten sind nicht nur möglich. Sie begegnen uns auch in der realen Welt der Mediation.
###LINK163###
Das was unter der Mediation zu verstehen ist, bildet die Grundlage für alle darauf bezogenen Klassen. Die nachfolgende Skizze verdeutlicht die systematische Ordnung. Sie deckt die Abhängigkeiten der jeweiligen Klassen auf, sodass sichergestellt wird, dass sich das Modell, das Format, das Anwendungsfeld und der Stil in einer Weise ausprägen, die stets auf das Mediationsverständnis zurückgeführt werden kann.
Das Mediationsverständnis belegt die Andersartigkeit der Mediation. Schon bei der Zielsetzung unterscheidet sie sich. Ihr Ziel besteht nicht darin, eine Entscheidung über einen streitigen Sachverhalt oder streitige Rechtsfragen herbeizuführen. Das ist lediglich ein mögliches ###LINK164###. Ihr Ziel ist es auch nicht, die Parteien durch Bewertungsvorgaben zu einer irgenwie gearteten Einigung zu bringen. Bei der Mediation geht es vielmehr darum, die Parteien zu unterstützen, selbst eine Lösung zu finden, für die sowohl die zu klärenden Fragen wie auch die darauf bezogenen Lösungskriterien mit den Parteien zusammen erarbeitet werden. Ihr Ziel ist es also, den Parteien zu helfen, eine zufriedenstellende Lösung zu FINDEN!!!
###LINK165### - Das Ziel der Mediation ist, eine Lösung zu FINDEN. Mithin steht die SUCHE im Vordergrund, bei der die Parteien die zum Finden führenden Themen und die an der Bedeutung der unterschiedlichen Sichten und der Nützlichkeit zu orientierenden Lösungskriterien selbst erarbeiten.
Bereits die Gegenüberstellung in der ###LINK166### hat ergeben, dass die Mediation ein Verfahren der ###LINK167### ist. Sie muss sich von der ###LINK168### und gegebenenfalls auch von der ###LINK169### und der ###LINK170### abgrenzen. Die auf den Verfahrenscharakter abstellenden ###LINK171### helfen bei der Unterscheidung der Verfahren. Sie ergeben den Inbegriff des jeweiligen Verfahrens und stellen das ###LINK172### als ein Verfahren der Verstehensvermittlung heraus. Das Wesen der Mediation ist die Ausprägung des Mediationsverständnisses, das den Charakter der Mediation anschaulich beschreibt. Die nachfolgende Grafik soll den Unterschied zu anderen Verfahren auf einen Blick verdeutlichen. Sehen Sie den Mediator? Klicken Sie auf das Bild, um die Antwort zu finden.
###LINK173###
###LINK174###
Mediationskonzept###LINK175###
Das Mediationsverständnis erlaubt verschiedene Ausprägungen. Um die verschiedenen Erscheinungsformen der Mediation erfassen und einordnen zu können, werden die jeweiligen Ausprägungen auf dahinter liegende Konzepte zurückgeführt. Die Konzepte ergeben sich aus der jeweils zugrunde liegenden, wissenschaftlichen Herleitung. Die wissenschaftliche Herleitung beschreibt (im Idealfall) die notwendigen Elemente der Mediation und deren funktionales Zusammenspiel. Sie nimmt Einfluss auf die ###LINK176###, die ###LINK177###, die Konsistenz des Vorgehens, seine Steuerungsfähigkeit und den ###LINK178###. Abhängig von der konzeptuellen Grundlage fühlt sich die Mediation nicht nur anders an, sie erlaubt auch eine unterschiedliche Herangehensweise.
Ein umfassendes Konzept ergibt sich aus der ###LINK179###, die in der Mediation ein kognitionsbasiertes Verfahren sieht. Den Gegensatz - oder genauer gesagt: die Untermenge - bildet die Herleitung aus dem ###LINK180###. Die Fragen zur wissenschaftlichen Herleitung werden in der Abteilung ###LINK181### behandelt, wo die zugrundeliegenden, wissenschaftlichen ###LINK182### im Einzelnen vorgestellt und diskutiert werden. In dem Kapitel ###LINK183### werden die unterschiedlichen Konzepte vorgestellt und auf ihre Verwendbarkeit bezogen. Die sich daraus ergebenden Weichenstellungen und die Auswirkungen auf das ###LINK184### werden mit dem ###LINK185### beschrieben.
###LINK186### ###LINK187###
Mediationsmodelle###LINK188###
In dem durch die Konzepte näher definierten ###LINK189### gibt es verschiedene Arten, wie sich die Mediation verwirklichen lässt. Die unterschiedlichen Mediationsweisen werden als Modelle unterschieden. Andere Bezeichnungen sind Projekte oder Stile. Oft werden auch die ###LINK190### als ###LINK191### bezeichnet. Der Begriff "Mediationsart" ist also in einer gewissen Weise verbraucht, ohne dass die unterschiedlichen Herangehensweisen in der Mediation dadurch erkennbar werden.
Zur besseren Abgrenzung und zur terminologischen Eindeutigkeit wird hier der Begriff ###LINK192### synonym zu den Arten, Projekten und Stilen verwendet. Mediationsmodelle erlauben es, die Mediation losgelöst von den Fachmediationen (Anwendungsfeldern) zu kategorisieren. Gleichzeitig wird deutlich, dass in allen Fächern konstante Herangehensweisen möglich sind, die sich in Modellen (Arten und Weisen der Mediation) wiederfinden lassen.
Die Festschreibung der unterschiedlichen Herangehensweisen in der Mediation ist ein professionelles Anliegen, über das der Mediator die ###LINK193### mit den Parteien abstimmt. Es gibt verschiedene Bemühungen, hierfür verlässliche Kriterien festzulegen und Kategorien herauszubilden. Überzeugend und international anerkannt sind die Kategorien, die sich an dem ###LINK194### orientieren. Das Streitkontinuum legt die Arbeitsschwerpunkte der Sach-, der Emotions-, der Positions- und der Interessenebenen nahe, die in einer zeitlichen Mehrdimensionalität verlaufen. Weil die Mediation auch darauf bezogen unterschiedliche Bearbeitungsschwerpunkte setzen kann, werden in der hier verwendeten Systematik folgende Mediationsmodelle unterschieden: ###LINK195###, ###LINK196###, ###LINK197###, ###LINK198### und ###LINK199###
###LINK200### ###LINK201###
Mediationsformen###LINK202###
Die unterschiedlichen Erscheinungsformen werden oft durch Mediationsbezeichnungen kenntlich gemacht. Sie begegnen beispielsweise einer Shuttle-Mediation, einer Co-Mediation, einer Online-Mediation. In diesen Fällen wird der Mediationsbegriff verwendet, um die äußere Erscheinungsform, also das ###LINK203### herauszustellen. Die Begrifflichkeit sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei fast allen Mediationsformen um eine so genannte ###LINK204### handelt.
###LINK205### ###LINK206###
Mediationsfelder###LINK207###
Die Anwendungsfelder der Mediation ergeben die Fachmediationen. Beispiele sind die ###LINK208### oder die ###LINK209###. Mit den ###LINK210### soll eine Spezialisierung angedeutet werden. Wer nicht genau hinschaut, übersieht, dass sich dahinter oft keine Kompetenzerweiterung, sondern manchmal soger eine Kompetenzreduktion verbirgt. Ein Mediator mag sich spezialisieren. Er muss dennoch mit allen Konflikten umgehen können, denn die Konflikte ignorieren die Branchenbegrenzungen.
###LINK211###
Deshalb erlaubt eine Unterscheidung nach ###LINK212### eine päzisere Systematik. Zwar sind Mediationsfelder grundsätzlich mit einigen ###LINK213### oder den vermeintlichen ###LINK214### identisch. Auch würdigt der Begriff, dass die Mediationen in den unterschiedlichen Anwendungsbereichen vorkommen kann, die durchaus ein spezielles Hintergrundwissen erfordern. Deutlich wird aber auch, dass die Mediationskonzepte und die Mediationsmodelle in allen Anwendungsfeldern gleichförmig vorkommen. Schließlich sind Kombinationen möglich, was besonders in Fällen eine Rolle spielt, die beispielsweise nicht ausschließlich eine so genannte ###LINK215### oder eine ###LINK216### darstellen.###LINK217### Anwendungsfelder sind zum Beispiel:
- Mediation in einer Familienangelegenheit (statt Familienmediation)
- Mediation in einer wirtschaftlichen Angelegenheit (statt Wirtschaftsmediation)
- Mediation in einer Nachlassangelegenheit (statt Erbschafts- oder Rechtsnachfolgemediation)
- Mediation in einer Familienangelegenheit und einer wirtschaftlichen Angelegenheit
###LINK218###
Mediationsstile###LINK219###
Jede Mediation unterliegt auch den persönlichen Fähigkeiten, Merkmalen und Herangehensweisen des Mediators oder der Mediatorin. Um diese ganz individuellen Mewrkmale von den objektiven Kriterien zu trennen, bildet der Mediationsstil das letzte Unterscheidungsmerkmal zur Klassifizierung der Mediation heraus. Es beschreibt den Einfluss des persönlichen Stils.
Für Laien und manchmal auch für den Profi ist die Abgrenzung des Stils von der Methodik oder gar dem Mediationsverständnis nicht immer eindeutig. Es gibt eine Wechselwirkung über die sich jeder Mediator bewusst sein sollte. Sieht er sich als jemand, der die Parteien durch das Verfahren führt (so wie es das Gesetz definiert)###LINK220### wird er sich anders verhalten als jemand, der mit den Parteien zusammen das Verfahren durchführt (so wie es die EU-Direktive definiert).###LINK221### Einige mögliche Stilrichtungen werden in dem Beitrag Mediationsstile zusammengestellt. Ideal ist stets der Stil, der sich den Bedürfnissen und Anforderungen der Parteien anpassen kann.
###LINK222###
Die Mediationskonfiguration###LINK223###
Die zuvor beschriebenen Klassen sind nicht beliebig kombinierbar. Eine ungeeignete Kombination kann die Wirksamkeit der Mediation beeinträchtigen oder zu methodischen Widersprüchen führen. Die Mediationskonfiguration verlangt daher, dass der Mediator in jeder Mediation prüft, welche Klassen zur Anwendung kommen und wie sie zusammenwirken. Fehlkombinationen sind zu vermeiden, und die Passung der einzelnen Elemente ist sicherzustellen, sodass nur solche Klassen miteinander kombiniert werden, die auch tatsächlich zueinander passen.
###LINK224###
Die Grafik veranschaulicht die Kombinationsfähigkeit der Klassen. Da die Mediationskonfiguration dazu beiträgt, eine stimmige und reibungslos verlaufende Mediation zu ermöglichen, ist sie ein Bestandteil des Qualitätsmanagements. Weitere Einzelheiten zu diesem Werkzeug finden sich im Beitrag zur ###LINK225###.
###LINK226###
Die Architektur der Mediation###LINK227###
Die wirklich spannende Frage lautet, wie die verschiedenen Bausteine zusammenzusetzen sind, sodass daraus ein valides ###LINK228### entstehen kann. Die Ausführungen zu den ###LINK229### belegen, dass es dafür einen Masterplan geben muss. Bisher liefert die ###LINK230### den einzigen Ansatz, der den dazu führenden Plan wissenschaftlich beschreibt. Wie bei einem Hausbau beschreibt der Masterplan das herzustellende Konstrukt und erläutert, wie die Bausteine wo einzusetzen sind, damit daraus eine Mediation entstehen kann. Wie bei einem Hausbau verbirgt sich hinter dem Plan eine Logik. Das Fundament kommt sinnvoller Weise nach unten, das Dach nach oben. Oft erklären die Bausteine selbst, wo sie hingehören. Ein Fenstersturz gehört auf die Fensterwände. Eine Regenrinne gehört an den Ortgang usw.
###LINK231###
Die Mediation kann durchaus mit dem Bau eines Hauses verglichen werden. Nur, dass es sich hier um ein Gedankenhaus handelt. Auch das Haus der Gedanken besteht aus unterschiedlichen (Bau-)Elementen, die so zusammenzufügen sind, dass am Ende daraus eine Mediation konstruiert werden kann. Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass gegnerische Parteien das gleiche Haus bauen sollen, sodass unterschiedliche Baupläne zusammenzuführen sind. Die ###LINK232### hat sich mit dieser Frage auseinandergesetzt. Sie erlaubt es nicht nur, das Konstrukt der Mediation genau zu beschreiben. Sie liefert auch einen Montageplan, damit die Bausteine korrekt zu einem gemeinsam zu errichtenden (Gedanken-)Haus zusammengefügt werden können.
###LINK233###
Die Bausteine der Mediation###LINK234###
Die Mediation ist ein komplexes Gebilde. Sie lässt sich weder monokausal erklären, noch beschreibt sie einen linear kausalen Zusammenhang. Deshalb ist es wichtig, zu wissen, aus welchen Komponenten sich die Mediation zusammensetzt. Oft werden die Elemente der Mediation wie in der ###LINK235### gelistet und nach Gruppen unterteilt. Mitunter werden die Elemente wie in einem Periodensytem angeordnet.###LINK236### Ein professionelles Verständnis der Mediation stellt sich allerdings erst her, wenn nicht nur ihre Elemente, sondern auch ihre ###LINK237### verstanden wird.###LINK238### Die in der Systemtheorie aufgegriffene Kybernetik beschreibt das Zusammenspiel der Elemente, ihre Zuordnung zu Systemen und wie alles miteinander interagiert und aufeinander Einfluss nimmt. Für die Mediation lassen sich die Elemente und das Zusammenspiel der Kräfte aus dem ###LINK239### herleiten. Die folgenden Bausteine fügen den Prozess zusammen:
###LINK240######LINK241###
- ###LINK242###!
- Das Wesen ergibt die ###LINK243###
- Die Mediation ist ein ###LINK244###, der es den Parteien ermöglicht, selbst die Lösung zu finden.
- Es geht um die ###LINK245###, bei der die ###LINK246### im Vordergrund steht.
- Alle Aspekte der ###LINK247### werden in die Lösungsfindung einbezogen.
- Ihre Grundlage ist keine Lösungs-, sondern eine ###LINK248###.
- Die Mediation ist ein Meta-Prozess. Der Mediator personifiziert die ###LINK249###.
- Systemisch betrachtet steht der Mediator außerhalb des ###LINK250###
###LINK251######LINK252###
- Die ###LINK253### beschreibt die sich aus den Anforderungen der Mediation ergebende geistige Einstellung
- Der Mediator muß zur Mediation passende ###LINK254### vorweisen.
- Die ###LINK255### erfordert eine stabile ###LINK256###, die der Mediator repräsentieren muss.
- Die ###LINK257### ist ###LINK258###.
- Die ###LINK259### der Parteien erwartet ###LINK260###.
###LINK261######LINK262###
- Die Struktur ergibt sich aus der ###LINK263###
- Der ###LINK264### ergibt sich aus der ###LINK265###.
- Die ###LINK266### geben dem Mediator und den Parteien den Auftrag, was zu tun ist.
- Die Mediation strukturiert nicht nur das ###LINK267###, sondern auch das ###LINK268###.
- Im Konfliktgeschehen bildet die Mediation eine ###LINK269###.
###LINK270######LINK271###
- Die ###LINK272### sind die Bedingung für eine korrekte Mediation.
- Die wichtigsten parteiseitigen Prinzipien sind: ###LINK273###, ###LINK274###, ###LINK275###, ###LINK276###, ###LINK277###
- Die wichtigsten mediatorseitigen Prinzipien sind: ###LINK278###, ###LINK279###.
- Die Prinzipien sind von den Eigenschaften zu unterscheiden.
###LINK280######LINK281###
- Die ###LINK282### ist vom ###LINK283### zu unterscheiden
- Das Verfahren ist der ###LINK284### in dem die Methodik zur Anwendung kommt
- Die Methodik beschreibt die Ausrichtung der ###LINK285###
- Die Mediation verwendet mehrere ###LINK286###, mit denen sich die ###LINK287### verwirklichen
- ###LINK288###
###LINK289######LINK290###
- Die Techniken sind die ###LINK291###
- Sie sind Tools zur Verwirklichung der Methodik.
- ###LINK292###
- ###LINK293###
- ###LINK294### und ###LINK295###
###LINK296######LINK297###
- Das Setting beschreibt die ###LINK298###
- Das Setting folgt den ###LINK299###
Das Überschneidungsphänomen###LINK300###
Die Mediation ist ein vielseitiges Verfahren, das viele Elemente anderer Dienstleistungen einbezieht. Möglicherweise ist das der Grund, warum die Mediation bei Wikipedia sogar unter den Beratungen aufgelistet wird.###LINK301### Zwar enthält die Mediation auch beratende Elemente. Sie ist aber viel zu weit von der Beratung entfernt, um sie als eine Beratung zu bezeichnen. Eine ähnliche Nähe gibt es zum Coaching. Auch die Elemente des Coachings kommen durchaus in der Mediation vor, wenn es z.B. darum geht, eine Partei zur Verhandlung auf gleicher Augenhöhe vorzubereiten. Die ###LINK302### schließlich bewegt sich nahe an der Therapie. Die ###LINK303### gleicht im Aufbau der Mediation, ganz abgesehen davon, dass viele Techniken der Mediation aus der Therapie stammen. Wegen der in verschiedenen ###LINK304### gleich oder ähnlich vorkommenden Methoden, kann es schnell zu Verwechselungen kommen. Erst eine genaue Abgrenzung der Mediation mit anderen Verfahren trägt zur eindeutigen Bestimmung bei, was genau die Mediation ist.
###LINK305###
Bedeutung für die Mediation###LINK306###
Die eingangs gestellte Frage, wann eine Mediation eine Mediation ist, beantwortet sich nach dem hier vertretenen Mediationsverständnis relativ einfach. Eine Verhandlung wird zu einer Mediation, wenn sie die Mediationslogik verwirklicht. Damit dies gelingt, müssen verschiedene Komponenten zusammenkommen. Ganz wichtig ist, dass sowohl der Mediator bzw. die Mediatorin, ebenso wie die Parteien, als auch die Politik sich über die ###LINK307### der Mediation bewusst sind. Mit ihr einher geht die ###LINK308###, die, soweit überhaupt möglich, auch darauf abzielt, die Fälle in ihrer gesamten Komplexität bearbeiten zu können.
###LINK309### - Nur wenn die Komplexität (des Falles) gesehen und verstanden wird, lässt sich der Konflikt vollständig beilegen. Nur wenn die Komplexität (der Mediation) gesehen und verstanden wird, lässt sie sich vollständig zur Entfaltung bringen.
Die hier vorgestellte Klassifizierung geht auf die Vielfalt und die Uneindeutigkeit der Mediation ein. Sie bietet eine Top-down-Struktur an, die nicht nur in der Lage ist, alle Erscheinungsformen der Mediation systemkatisch zuzurdnen. Ihre Logik stellt auch sicher, dass sich alle Zuordnungen auf ein einheitliches Mediationsverständnis ausrichten lassen. Beachten Sie auch bitte, dass die ###LINK310### mit der ###LINK311### und der ###LINK312### kompatibel ist.
Alias: ###LINK317###, ###LINK318###, ###LINK319###, ###LINK320###, ###LINK321###, ###LINK322###
Siehe auch: ###LINK323###, ###LINK324###, ###LINK325###, ###LINK326###
Included: ###LINK327###, ###LINK328###, ###LINK329###
Literaturempfehlung: ###LINK330###
Geprüft: