Loading...
 
Skip to main content

Die Pros und Cons der Mediation

Wissensmanagement » Abteilung Praxis → Rubrik Mediation
Die Vor- und Nachteile sollen helfen, die richtige Konfliktbeilegung zu wählen.

Diese Seite gehört zur Einführung in die Mediation
Abteilung: Praxis → Rubrik: Mediation kurz und bündig → Abschnitt (dieser Beitrag): Vor- und Nachteile der Mediation

Inhalt (Praxis) → Weiter: Irrtümer


Zum Thema » Es geht darum, den richtigen Weg in die Konfliktbeilegung zu finden. Das ist nicht immer leicht. Auf der sogenannten Customer Journey sind viele Entscheidungen zu treffen und Bewertungen vorzunehmen.1 Im Idealfall fügen sie sich in die Erfordernisse einer konstruktiven Konfliktbeilegung ein. Die nachfolgende Aufstellung der Vor- und Nachteile einer Mediation und anderer Verfahren soll Ihnen helfen, das passende Verfahren zu finden.

Die Verfahrenswahl

Das Verfahren begleitet Sie ein Stück des Weges durch den Konflikt. Deshalb macht es Sinn, ein Verfahren zu wählen, das Ihnen die beste Lösung einbringt. Die beste Lösung ist immer die, die den größten Vorteil verspricht. Der größte Vorteil realisiert sich in der maximalen Nutzenverwirklichung. Die Mediation bietet im Vergleich zu anderen Verfahren viele Vorteile. Sie lassen sich auf folgende Formel reduzieren:

Merke
Leitsatz 15972 - Die Mediation hat gegenüber anderen Verfahren und Vorgehensweisen den Vorteil, dass sie den Nutzen nach vorne stellt, ein auf wechselseitigem Verstehen basierendes Einvernehmen herstellt und nur die Kosten verursacht, die dem Bedarf der Parteien entsprechen.

Auf den Nutzen kommt es an

Wird die Mediation mit anderen Verfahren verglichen, dann werden meist die Verfahrensmerkmale gegenübergestellt.2 Das wird auch in diesem Beitrag geschehen. Allerdings sollte der Verfahrensvergleich nicht darüber hinwegtäuschen, dass es letztlich nicht darauf ankommt, wer schneller oder billiger zu einem Ergebnis kommt, sondern darauf, ob das Ergebnis das mit dem Verfahren erzielt werden kann, auch den größten Nutzen herbeiführt. Dieser Fokus soll bei der nachfolgenden Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile der Mediation und anderer Verfahren nicht aus dem Blick geraten. Eine korrekte Abwägung der Vor- und Nachteile der Verfahren kann helfen, die Startprobleme der Mediation zu überwinden. Es scheint sich folgende Logik aufzudrängen:

Merke
Leitsatz 3920 - Je größer der Nutzen ist, den die Lösung einbringt, desto größer ist der Nutzen des Verfahrens. Der Nutzen des Verfahrens und der Nutzen der Lösung sind auseinanderzuhalten, damit eine Kosten-Nutzenabwägung möglich wird. Dabei entsprechen die Kosten dem Aufwand, der sich im Nutzen des Verfahrens ausdrücken lässt.

In diesem Beitrag geht es darum, den Nutzen des Verfahrens überhaupt erst einmal erkennbar werden zu lassen. Der Praxis fällt es schwer, den Nutzen der Mediation korrekt und bedarfsgerecht zu beschreiben.3 Deshalb sollen hier alle Kriterien für eine Abwägung zusammengetragen werden. Die Zusammenstellung umfasst u.a. auch die Gegenüberstellung von Montada und Kals,4 die nach Chancen und Barrieren unterscheidet.5

Natürlich gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Verfahren und der Lösung. In gewisser Weise artikuliert das Verfahren auch die Erwartungen der Parteien, sodass sich auch ein ganz individueller Zusammenhang auftut. Jede Lösung liegt - vom Zeitpunkt der Einschätzung aus gesehen - in der Zukunft. Die Einschätzung des Vorteils enthält also zwingend spekulative Elemente. Ihre korrekte Bewertung hängt stark von den jeweiligen Erwartungen und der Einschätzung der Streitsituation ab. Im Vordergrund steht die Frage, was erreicht werden kann und was davon erreicht werden soll.

Konflikteinschätzung und Verfahrenswahl Konfliktnavigator

Im Grunde lassen sich erst dann, wenn die Konfliktsituation korrekt eingeschätzt wird, zumindest grobe Kriterien als Anhaltspunkte herausarbeiten, an denen die Vorteile für das eine oder andere Verfahren erkennbar werden. Der Vorteil entspricht stets einem am voraussichtlichen Verfahrensausgang zu messenden Nutzen, der hier aus verschiedenen Perspektiven bewertet werden soll.

Nutzen des Verfahrens

In der Werbung werden die Vorteile der Mediation oft mit Verfahrenseigenschaften vorgestellt,6 die nicht einmal in allen Fällen zutreffen und den Kunden kaum einen Anreiz geben, sich für die Mediation zu entscheiden. Leider ist auch die Auseinandersetzung mit den Vorteilen sehr komplex. Sie sollte auf das achten, was hinten herauskommt, denn nur das interessiert den Kunden.

Der Nutzen des Verfahrens ergibt sich aus dem Verhältnis von Aufwand und Ergebnis, also der Frage, inwieweit die Vorteile die Nachteile überwiegen. Die nachfolgende Tabelle listet die Faktoren (Kriterien), mit denen sich der verfahrensbezogene Nutzen bestimmen lässt und bezieht sie sowohl auf die Mediation wie auf die anderen Verfahren.

Kriterien Mediation andere Verfahren
Komplexitätsbewältigung Alle Ebenen und Dimensionen werden einbezogen eindimensional und selektiv
Bearbeitungstiefe Eine vollständige Konfliktlösung wird angestrebt. Die Bearbeitungstiefe wird abgestimmt Nur die Problemlösung wird angestrebt
Bearbeitungsumfang Der Bearbeitungsbedarf ist stets im Blick. Der Bearbeitungsumfang wird im Einvernehmen festgelegt. Lücken werden aufgedeckt Wird vorgegeben
Nutzenorientierung Der Nutzen (Befriedigung) steht im Vordergrund Das Ergebnis (evtl. Rechtsfolge) steht im Vordergrund
Bearbeitungsaufwand Erhöhter Gesprächsaufwand Verminderter Gesprächsaufwand, erhöhter Argumentationsaufwand
Denken Das unterstützte Denken führt aus dem Problem heraus Das vorgegebene Denken führt in das Problem hinein
Informiertheitsgrad Die Lösung setzt Vollinformation und ein umfassendes Verstehen voraus Eingeschränkte Informationen genügen. Das Verstehen ist keine Voraussetzung.
Kontrollierbarkeit Maximale Verfahrenskontrolle durch die Parteien wegen des Grundsatzes der Freiwilligkeit. Das Verfahren ist selbstregulierend. Eingeschränkte Verfahrenskontrolle.
Eskalationsgefahr Keine (Die Mediation gibt keinen Anlass zum Streit) Hohe Eskalationsgefahr.
Verfahrenskosten Die Kosten orientieren sich am (realen) Bedarf der Parteien. Sie sind verhandel- und kontrollierbar, je nach Dienstleistungsbedarf Die Kosten orientieren sich am Streit, nicht notwendigerweise an dem Bedarf. Sie sind nur bedingt kontrollierbar und dementsprechend aufwändig.
Konfliktkosten Konfliktkosten werden vollständig ausgeglichen, weil die Überwindung des Konfliktes im Vordergrund steht Konfliktkosten können nicht vollständig ausgeglichen werden, weil der Fokus auf die Entscheidung (oder die Lösung) begrenzt wird.
Vorhersehbarkeit Das Ergebnis muee erst noch erarbeitet werden. Wegen der Ergebnisoffenheit kommt es aber oft zu überraschend positiven Ergebnissen, an die niemand vorher gedacht hat. Das Ergebnis liegt im Fokus und ist von vorne herein bekannt.
Prozessrisiko Es kommt nicht zu einem (falschen) Ergebnis Der Prozess wird verloren
Unterstützung Hilfe zur Selbsthilfe Auf das Verfahren beschränkt
Verfahrensdauer parteiabhängig verfahrensabhängig
Verfahrensschwerpunkt Partei- und personenzentriert, nutzen und verfahrenszentriert Sach- und problemzentriert, ergebniszentriert

Nutzen der Lösung

Die nachfolgende Tabelle listet die Faktoren (Kriterien), mit denen sich der lösungs- oder ergebnisbezoegene Nutzen bestimmen lässt und bezieht sie sowohl auf die Mediation wie auf die anderen Verfahren.

Kriterien Mediation andere Verfahren
Vollständigkeit Passend zur Komplexität, wenn alle Ebenen und Dimensionen einbezogen sind eindimensional und selektiv
Lösungsvergleich Abgleich mit allen anderen denkbaren Lösungen Es wird nur eine Lösung angestrebt
Nutzenverwirklichung Maximale Befriedigung wird angestrebt (der Nutzen wird festgelegt) Befriedigung irrelevant (der Nutzen wird im Verfahren ignoriert)
Nachhaltigkeit Optionen werden vereinbart, Vollstreckbarkeit möglich auf Vollstreckbarkeit reduziert

Die Mediation ist das einzige Verfahren, das den Nutzen der Lösung überhaupt thematisiert.

Beispiel 11974 - Wenn Sie vor Gericht 1.000 € einklagen, interessiert sich niemand dafür, was Sie sich davon verprechen, wozu Sie das Geld einklagen und was Sie dann damit anfangen wollen oder können.


Der Nutzen erschließt sich aus den Motiven. Leider bleiben die oft im Verborgenen, sodass der Nutzen der Lösung nicht an vorgegebenen Kriterien zu messen ist. Trotzdem gibt es Kriterien. In der Mediation werden sie fallindividuell erarbeitet und (wenn die Mediation nach den hier vorgestellten Regeln der Kunst verläuft) in der 3.Phase erarbeitet. Das Ergebnis ist dann an diesen Kriterien zu messen.

Nutzen des Individuums

Nicht jeder will eine nachhaltige Konfliktlösung. Auch die Bewältigung der mit der vollständigen Konfliktlösung einhergehende Komplexität ist für den einen eine Chance, für den anderen eine Bürde. Das gleiche gilt für die Klärung von Emotionen und Beziehungen. Mit diesen Anforderungen bekommt die Frage nach dem Nutzen eine ganz individuellen Einschlag, für den folgende Kriterien zu untersuchen sind.

Kriterien Mediation andere Verfahren
Sicherheit Verfahren kann abbrechen Verfahren kann nicht abbrechen
Kontrolle Volle Ergebniskontrolle. Kein Ergebnis ist ohne Zustimmung denkbar Keine oder nur eingeschränkte Kontrolle (Anträge, Rechtsmittel)
Genugtuung Kann bei Bedarf thematisiert und ausgeglichen werden Kein Anspruch
Befriedigung Ruhe, Frieden als Nutzen Teil der Verhandlung Kein Verhandlungsgegenstand
Gerechtigkeit Kann bei Bedarf thematisiert und ausgeglichen werden, ist also einer Befriediguing zugänglich Abhängig vom Verfahransausgang
Kosteneinsparung Möglich, da volle Verfahrenskontrolle Nicht oder nur bedingt möglich
Kommunikation Persönliche Kommunikation zwingend Durch Vertreter möglich.
Vollziehbarkeit Die Vollziehung eines Ergebnisses, dem der Gegner zustimmt ist groß Ein Ergebnis, dem der Gegner nicjht zustimmt, wird auch zu Problemen bei der Vollziehung führen.
Heilung Oft ein Nebeneffekt der vollständigen Konfliktauflösung, Eingehen auf Persönlichkeiten, Traumata usw. Irrelevant

Kundenkommunikation

Um die Vor- oder Nachteile einem potenziellen Kunden nahezubringen, braucht es eine einfachere Formel. Das Marketing setzt sich mit dieser Frage auseinander. Die Formel vermittelt sich über den USP (das Alleinstellungsmerkmal) der Mediation. Sie könnte lauten:

Merke
Leitsatz 3273 - Die Mediation beschreibt eine Verfahrensweise, mit der die Parteien durch eine Verstehensvermittlung über alle relevanten Informationen verfügen, die es ihnen ermöglichen, eine am allseitigen Nutzen orientierte Lösung zu finden. Die Lösung lässt sich auf die gesamte Komplexität der zu klärenden Fragen ein und vergleicht die gefundene Lösung mit dem möglichen Ergebnis anderer Verfahren.

Abgrenzung der Verfahren

Kriterien zur Abgrenzung der Verfahren sind aus einer eher typologischen Sicht:

Relevanz Kriterium Auswahlhilfe
primär Zielsetzung Die Zielvorgaben des Verfahrens ergibt das „Spiel“
sekundär Strategie Zielerreichung durch Kooperation oder Konfrontation
sekundär Rahmen Grenzen und Anforderungen
primär Rollenzuschreibung Die Festlegung der Rollen und Positionen ergibt das Kommunikationsmodell
sekundär Verantwortung Festlegung der Verantwortlichkeiten
sekundär Arbeitsauftrag Die sich aus den Vorgaben ergebende Methodik
sekundär Information Die Art und Weise wie Informationen erhoben und verarbeitet werden
sekundär Lösungsweg Die unterschiedlichen Herangehensweisen
sekundär Kommunikation Festlegung der kommunikativen Ausrichtung
sekundär Effizienz Reichweite des Verfahrens
sekundär Prozessorientierung Die Mediation stellt die Lösung her
primär Fokus Die Ausrichtung erfolgt am Ergebnis an der Lösung oder am Nutzen
sekundär Gegenstand Deckung von Themen und Konflikt
sekundär Kontinuum Festlegung der Bearbeitungstiefe
sekundär Wirtschaftlichkeit Kosten für Aufwand und Nutzen
sekundär Verfahrenskontrolle Absicherung
sekundär Ergebnis Ergebniskontrolle
primär Zweck Der Zweck besagt, worauf es ankommt
sekundär Verstehensvermittlung Verstehen als Entscheidungsgrundlage
sekundär Metaebene Verfahrenskontrolle

Gegenüberstellung von Ziel und Zweck

Die Unterscheidung von Ziel (Was zu erreichen ist), Zweck (Warum oder wozu es erreicht werden soll) und Nutzen (Was der konkrete Mehrwert sein kann) sind die ersten Anlaufpunkte bei der Wahl des passenden Verfahrens. Die nachfolgende Tabelle erlaubt eine Unterscheidung der wichtigsten Verfahren nach diesen Kriterien:

Verfahren Ziel avisierter Zweck möglicher Nutzen
Informelles Gespräch Klärung Niedrigschwellige Verständigung ermöglichen Schnelle Entlastung und erste Orientierung ohne formelles Verfahren
Beratung Orientierung Handlungsmöglichkeiten aufzeigen Besseres Verständnis der eigenen Situation und Optionen
Coaching Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit Individuelle Selbststeuerung stärken Stärkung der eigenen Konflikt- und Entscheidungskompetenz
Supervision Reflexion Rollen-, Beziehungs- und Systemklärung Distanz zum Konflikt und neue Perspektiven gewinnen
Therapie Linderung psychischer Belastung Verarbeitung innerer Konflikte ermöglichen Emotionale Stabilisierung und persönliche Entlastung
Paar- / Familientherapie Beziehungsstabilisierung Beziehungsmuster verändern Verbesserung des Zusammenlebens und der Kommunikation
Moderation Verständigung / Arbeitsergebnis Strukturierte Kommunikation sichern Sachliche Gespräche trotz Spannungen ermöglichen
Mediation Einvernehmliche Vereinbarung Selbstverantwortliche Konfliktklärung Nachhaltige Lösungen ohne Gewinner und Verlierer
integrierte Mediation Finden einer Lösung Neugestaltung der Zukunft Allseitige Zufriedenheit
Shuttle-Mediation Einigung ohne direkten Kontakt Konfliktklärung bei hoher Eskalation Klärung auch bei verhärteten Fronten
Co-Mediation Einigung Komplexe Konflikte besser bearbeiten Höhere Qualität bei vielschichtigen oder emotionalen Konflikten
Schlichtung Lösungsvorschlag Streit pragmatisch beenden Schnelle Streitbeendigung mit externem Vorschlag
Ombudsverfahren Klärung / Empfehlung Niedrigschwellige Beschwerdebearbeitung Unbürokratische Klärung ohne formales Verfahren
Konfliktberatung Konfliktverständnis Passende Verfahren vorbereiten Bessere Entscheidungen über das weitere Vorgehen
Clearing Verfahrensentscheidung Geeigneten Weg identifizieren Vermeidung unnötiger oder ungeeigneter Verfahren
Verhandlung Vereinbarung Interessenausgleich Flexible Lösungen entsprechend den Interessen der Parteien
Anwaltsberatung Rechtsklärung Rechte und Risiken bewerten Rechtssicherheit und fundierte Entscheidungsgrundlage
Vergleich Streitbeilegung Rechtsfrieden herstellen Rechtlich verbindliche Einigung ohne Urteil
Güteverfahren Einigung Gerichtsverfahren vermeiden Zeit- und Kostenersparnis gegenüber einem Prozess
Schiedsmediation (Med-Arb) Entscheidung oder Einigung Flexible Streitlösung Kombination aus Kooperation und Verbindlichkeit
Schiedsverfahren Schiedsspruch Verbindliche Entscheidung außerhalb staatlicher Gerichte Vertrauliche und meist schnellere Entscheidung
Adjudikation Vorläufige Entscheidung Schnelle Klärung technischer Streitigkeiten Rasche Handlungsfähigkeit trotz ungeklärtem Gesamtstreit
Verwaltungsverfahren Verwaltungsentscheidung Hoheitliche Regelung Verbindliche Klärung durch zuständige Behörde
Gerichtsverfahren Urteil / Beschluss Staatliche Rechtsdurchsetzung Endgültige rechtliche Klärung mit Durchsetzungskraft
Strafverfahren Schuld- / Strafentscheidung Schutz der Rechtsordnung Klärung strafrechtlicher Verantwortung
Täter-Opfer-Ausgleich Wiedergutmachung Verantwortung und Ausgleich fördern Entlastung für Opfer und Verantwortungsübernahme durch Täter
Restorative Justice Wiedergutmachung Soziale Beziehungen reparieren Heilung sozialer Beziehungen und Gemeinschaften
Mediation im Arbeitskontext Arbeitsfähigkeit Konflikte im System klären Erhalt von Zusammenarbeit und Leistungsfähigkeit
Mediation im öffentlichen Raum Konsens Bürgerbeteiligung ermöglichen Akzeptanz und Beteiligung bei öffentlichen Entscheidungen
Konflikttraining Kompetenzaufbau Prävention Besserer Umgang mit zukünftigen Konflikten
Präventionsprogramme Konfliktvermeidung Eskalation verhindern Reduzierung von Konflikten, bevor sie entstehen

Abgrenzung gegenüber der Güterichterverhandlung

Die Güterichterverhandlung wird oft als Mediation bezeichnet. Es gibt jedoch Unterschiede, die es erforderlich machen den Nutzen der Güterichterverhandlung gegenüber der Mediation abzugrenzen:

Kriterien Mediation Güteverhandlung
Kosten es fallen zusätzliche Kosten an keine zusätzlichen Kosten
Abgrenzung das Gerichtsverfahren ruht Prozesshandlungen bleiben möglich
Mediatorenwahl die Wahl ist freigestellt Eingeschränkt durch den Geschäftsverteilungsplan
Methodik Bindung an die Methode der Mediation Methodenfreiheit
Methodenkontrolle über die Dienstleistungsverpflichtung keine
Mediationsmodelle fallangemessene Wahl meist unspezifisch
Haftung bei Pflichtverletzung nur Amtshaftung
Zeitkontingent nach Vereinbarung meist eingeschränkt

Schlussfolgerung

Als Antwort auf die Frage, ob die Mediation (im weitesten Sinne) das geeignete Mittel sei, Konflikte beizulegen, sei zunächst auf die Prüfung der Geeignetheit verwiesen. Die Mediation beinhaltet erfolgsgarantierende Merkmale und zeigt Wege auf, wie Verstehen selbst unter schwierigen Bedingungen möglich ist. Denkt man in Positionen, dann führt die Einsicht, dass man den Erfolg zu teilen hat zum Verlust. Vom wechselseitigen Verstehen profitiert diese Partei nur dann, wenn die Position nicht durchsetzbar ist oder wenn sie auf spätere Kooperationen mit der gegnerischen Partei angewiesen ist. Die Prüfung dieser Frage ist aber bereits Teil der Geeignetheit, weil sie die tatbestandlich festzustellende Suche nach einer Lösung beinhaltet. Hier finden Sie eine weitere Hilfestellung:

Support

Bedeutung für die Mediation

Die Gegenüberstellung der Pros und Cons geht von grundsätzlichen Überlegungen aus und verwendet ein Mediationsverständnis, das sich auf die leistungsfähigste Variante der Mediation einlässt. Hier sind Differenzierungen angebracht. Sie ergeben sich aus der Mediationssystematik und wirken sich auf die Mediatorensuche aus.

Hinweise und Fußnoten
Bitte beachten Sie die Zitier - und Lizenzbestimmungen
Bearbeitungsstand: 2025-12-19 10:38 / Version .

Aliase: Abwägung, Pros und Cons
Diskussion im Forum: Vorteile der Mediation
Prüfvermerk: