Reflecting Team
Reflecting Team ist eine Tecznik, die den inneren Dialog extern abbildet und dadurch zum Teil des Erkenntnisprozesses wird.
Das Reflecting Team ist eine Rückmeldung gebende Konversation. Die Methode des Reflexionsgesprächs wurde von Tom Andersen für die systemische Therapie entwickelt1 , lässt sich aber auich hervorragend in der Mediation einsetzen, wo die Reflexion doch im Vordergrund steht.
Anwendung
Das Reflexionsgespräch legt die Metaebene offen. In der Therapie unterscheidet es sich von dem Patientengespräch, indem es diesen Dialog als eine Rückmeldung ausweist. Wie der Name sagt, besteht das Reflecting Team aus mehr als einer Person. Das in dem Reflecting Team geführte und für die übrigen Teilnehmer wahrnehmbare Gespräch bietet die Möglichkeit einer transparenten, kritischen, aber immer auch wertschätzenden Rückmeldung. In der Therapie ermöglicht die Rückmeldung vom Team einen psychotherapeutischen Zugang zu den Patientinnen und rückt sowohl die Stärken als auch die veränderungswürdigen Schwächen der Patienten in den Vordergrund.
In der Mediation wirkt die Technik "Reflecting Team" wie ein Vordenken. Die Technik kann auch von nur einem Mediator wahrgenommen werden. Sie wirkt dann wie ein Lautdenken.
Ziel soll es sein, für die Parteien einen Gedankenraum zu öffnen. Mehr als eine inspirierende Wirkung darf die Technik nicht verfolgen.
Bedeutung für die Mediation
Die Methode lässt sich in der Mediation sehr gut bei der Co- oder der Teammediation einsetzen. Sie erlaubt es, die Reflexion nicht einfach zu spiegeln, sondern in einem Meta-Dialog abzubilden. So lassen sich die Gedanken leichter auf der Metaebene halten.
Die Intervention entwickelt sich in einer idealen Weise, wenn die Parteien sich durch das Gespräch inspiriert fühlen und in die Diskussion eintreten. Natürlich kann der Mediator auch fragen, wie die Überlegungen bei den Parteien angekommen sind.
Das Reflecting Team ist eine Intervention, die es den Parteien ermöglichen soll, sich auf den Gedankengang der Mediation einzulassen.
Was tun wenn ...
- Die Parteien können sich nicht mit sich auseinandersetzen
- Die Parteien lassen sich nicht auf Assoziationen / Gedanken ein
- Die Partei ist verwirrt
- Der Mediator deckt keine Denkfehler auf
- Die Partei kann nicht abstrakt denken
- Die Parteien denken nicht (nach)
- Weitere Empfehlungen im Fehlerverzeichnis oder im Interventionenfinder
Alias: Reflecting Team
Siehe auch: Werkzeuge, Werkzeugsammlung, Technikenverzeichnis
Prüfvermerk: -