Visionierung (Konfliktklärung und Erhellung)
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Die Methoden stellen das erforderliche Know-how bereit, um die einzelnen Phasen der Mediation umzusetzen.
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Zum Thema » Die 3. Phase bildet den Höhepunkt der Mediation. Hier entscheidet sich, ob die Mediation erfolgreich verlaufen wird oder nicht. Die der 3. Phase zugeordnete Methode ist die Erhellung. Ihr Auftrag deckt sich mit den unterschiedlichen Bezeichnungen, die der Phase drei zugeschrieben werden. Da ist von der Interessenerhellung, der Motiverhellung und der Konfliktarbeit die Rede.
Phasenabgleich
Die korrespondierende Phase zu dieser Herangehensweise betrifft die Phase drei. Die Phase beschreibt, wie die Methode in die Phasenlogik eingeordnet wird.
Phase 3: Konfliktklärung und Erhellung
Die heile Welt
Das Visionieren beschreibt die Methode mit der die Parteien in die heile Welt geführt werden. Alle Aufträge haben gemein, dass es um die Aufklärung geht. Die Aufkläreung setzt sich aus folgenden Methoden zusammen:
Verstehen
Der Mediator versucht zu verstehen, wie die Partei denkt und fühlt. Das Verstehen ist somit die Methode der Phase drei, die ein Vermitteln ermöglicht. °
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Stabilisierung
Der Mediator weiß, dass die Gegenpartei bereit sein muss, sich mit der einen Partei auseinanderzusetzen. Er führt deshalb zunächst Dialoge mit der einen un d der anderen Partei, bevor er die Parteien miteinander konfrontiert.
Es wird immer noch über Bande (über den Mediator) kommuniziert (blaue Linie). Je nach dem Verhalten, kann er aber auch schon eine direkte Kommunikation mit den Parteien zulassen (rote Linie).
Der Mediator lenkt den Fokus - auch bei Angriffen - immer wieder auf die Partei zurück, um deren Bedrüfnisse (für den Angriff) zu hinterfragen.
Wenn die Zeit reif ist (meist nach 2/3 der Phase drei), lenkt der Meditaor den Fokus auf die Gegenseite.
Vermittlung
Der Mediator vermittelt an die Gegenseite, was er verstanden hat, sodass beide Seiten dasselbe verstehen.
Sinnfindung
Wenn Konflikte regelmäßig Ausdruck divergierender Sinnkonstruktionen sind, bildet die Sinngebung den Abschluss der Erhellungsphase.
Das methodische Zusammenspiel
Die Methoden kommen nicht isoliert und nacheinander zur Anwendung. Es gibt Überschneidungen und Kompositionen. Das Loopen zum Beisoiel paraphrasiert, um zu verstehen. Es formuliert die Rückmeldung so, dass auch die Gegenseite versteht. Es hinterfragt die Bedeutung im gleichen Loop, wenn dafür ein Anlass besteht.
Bedeutung für die Mediation
Die Methode der Visionierung bildet nicht nur den Sammelbegriff der Methoden der Phase drei. Die Bezeichnung deutet auch darauf hin, dass der Weg in das Einvernehmen über eine gemeinsame Vision führt, die in der 3. Phase herauszuarbeiten ist.
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