Der Umgang mit Vielrednern in der Mediation
Datensatz-ID: 12989
Bezeichnung: Vielredner
Verzeichnisse: Allgemein, Phänomen
Verwendung:
Fachbuch: Kommunikation
Siehe auch:
Beitragsthemen:
Die Mediation ist ein Prozess der konstruktiven Gespräche. Jedoch ist nicht alles, was die Parteien sagen konstruktiv.
Es gibt viele Gründe, warum Menschen viel oder wenig reden. Erst wenn diese Gründe bekannt sind zeigt es sich, wie damit umzugehen ist. Eine Verkürzung der Redezeit kann kontraproduktiv sein. Den Redeschwall zuzulassen kann besonders für die Gegenseite eine Belastung sein.
Die Herausforderung
Besonders wenn der Mediator unter Zeitdruck steht kann es sehr störend sein, wenn die Partei zu viel redet. Wenn er den Redeschwall unterdrückt, kann es sein, dass er sich den Vorwurf einholt nicht neutral zu sein. Wenn er der Partei zu großen Raum gibt, riskiert er den Vorwurf von der Gegenseite. Das klingt wie ein Dilemma.
Dann kommt es noch darauf an, wie und was gesagt wird. Unter Umständen hat nicht nur der Mediator darunter zu leiden. Auch die Gegenseite muss sich anhören, was sie möglicherweise schon 100 mal gehört hat. Womöglich sind in dem Vortrag spitzen und Angriffe versteckt. Wenn die Gegenseite dadurch provoziert wird, jedes Dateil richtig stellen zu wollen, kostet das nicht nur zu viel Zeit. Die Gedanken der Parteien werden auch noch in der Vergangenheit festgehalten und womöglich aufgepuscht. Es ist ratsam, auf solche Situationen mit Fingerspitzengefühl zu reagieren. Wo liegt das Problem? Einige Beispiele aus der Praxis mögen es veranschaulichen.
Beispiele aus der Praxis
Die folgenden Beispiele berichten über Szenen in einer Mediation. Mit der Frage, wie sich der Mediator an besten verhalten soll, wird das Problem deutlich.
Arten des Vielredens
Es gibt drei zu unterscheidende Erscheinungsform,en des Vielredners:
- Der Schwätzer: Er redet viel und sagt nichts.
- Der Filibusterer: Er redet, um anderen Redezeit zu nehmen.
- Der Komplexdenker: Er redet um seine verzweigten Gedanken nachzugehen.
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Bedeutung für die Mediation
Vielredner kommen recht häufig vor. Es ist wichtig, dass der Meditator die Erscheingsformen unterscheidet, weil sie sich unterschiedlich auf die Mediation auswirken. Wenn der Mediator dem Schwätzer eine Redezeit vorgibt, riskiert er, dass keine sinnvolle Information aus ihm herauskommt. Wenn er den Komplexdenker eine Redebeschränkung auferlegt, riskiert er, dass er die Gedanken nicht korrekt entwickelt. Lediglich das Filibustern stellt einen Machtmissbrauch dar, den der Mediator verhindern muss.
Was tun wenn ...
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- Weitere Empfehlungen im Fehlerverzeichnis oder im Ratgeber
Aliase: Filibustern
Siehe auch:
Prüfvermerk: -