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Mediationswaisen

Wissensmanagement » Fachbuch → Abschnitt Mediationen
Ein entscheidendes Merkmal zur Unterscheidung der Mediationen sind die unterschiedlichen Mediationskonzepte.

Diese Seite gehört zum Fachbuch Mediation
Abteilung: Wissen → Rubrik: Fachbuch Mediation → Buchabschnitt: Mediationen → Kapitel (entspricht dem Beitrag): Mediationswaisen

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Zum Thema » Die Zuordnung der Mediationen zu den Klassen der Systematik ist nicht immer leicht. Wir stoßen deshalb auch auf Varianten, die keiner dieser Klassen zugeordnet werden können, werden als Mediationswaisen bezeichnet. Die Bezeichnung deutet an, dass eine Zuordnung noch aussteht. Grundsätzlich unterscheidet die Mediationssystematik folgende Klassen:

Mediationssystematik
Die Mediationssystematik unterscheidet verschiedene Klassen, die in ihrer Kombination ein klares Bild über die Leistungsfähigkeit der Mediation ergeben. Das Mediationsverständnis bildet den Ausgangspunkt. Es gibt die Ausrichtung vor.

Mediationsverständnis
KonzeptModelleFormenFelderStile

Varianten die nicht eingeordnet werden können, werden als Waisen behandelt.

Mediationswaisen (nicht zugeordnet)

Systematische Erfassung

Die folgende Zusammenstellung filtert alle Mediationen aus dem Verzeichnis heraus, die als "unspezifisch" gekennzeichnet sind.

Items found: 10
A . B . C . D . E . F . G . H . I . J . K . L . M . N . O . P . Q . R . S . T . U . V . W . X . Y . Z . All
BezeichnungBeschreibung
Main-MediationAndere Bezeichnung für das 5-Stufensystem bzw Phasenmodell der Mediation, das den Kern des Mediationsverfahrens abbildet.
MedArbSequenzielle Kombination von Mediation und Schiedsgericht bzw. Schlichtung. Die Parteien vereinbaren bereits im Vorfeld mit einem anderen Verfahren (Arbitration) fortzusetzen, wenn die Mediation scheitert. MedArb ist also eigentlich kein Verfahren sondern ein Verfahrensabwicklungskonstrukt,
Mediation i.S.d. MediationsgesetzesEs ist eine Unterscheidung geboten für Mediationen, auf die das Mediationsgesetz anwendbar ist und solche, auf die es nicht anwendbar ist. Die genaue Abgrenzung ergibt sich aus dem Mediationsradius. Sie auch Mediationssystematik. Siehe auch gesetzliche Mediation
Mediation von hintenDie "Mediation von hinten" ist keine Mediationsvariante. Der Ausdruck beschreibt ein Lehrmodell, das die Mediation als ein Verhandlungskonzept aufdeckt, wenn sie von hinten abgewickelt wird. Das theoretische Modell beschreibt, wo und wie Verhandlungen in der Mediation und zu welchem Zweck sie vorkommen. Die Mediation selbst wird natürlich vorwärts abgewickelt.
mediationsanaloge SupervisionDie mediationsanaloge Supervision soll dazu beitragen, das eigene berufliche Handeln zu hinterfragen und zu optimieren. Die Vorgehensweise ist an die Mediation angelehnt. Es geht darum, fallbezogen und ohne Bewertung, neue Lösungsmöglichkeiten für schwierige Situationen zu erarbeiten, indem der Supervisor Hypothesen und Lösungsansätze beisteuert.
MediationsmediationDieser Begriff beschreibt eine Mediation über Streitigkeiten, die über eine Mediation entstanden sind. Das ist z.B. der Fall, wenn das Ergebnis fehlerhaft ist und wenn eine Partei den Mediator dafür verantwortlich macht, dieser aber seine Verantwortung bestreitet, sodass es zum Streit kommt. Die Mediationsmediation sucht nach Möglichkeiten, den Streit mediativ beizulegen.
MediationsmeditationEs geht um eine Mediation über eine fehlerhafte Mediation und einen Streit darüber. Die Mediationsmediation betrifft somit ein Anwendungsfeld der Mediation, das spezielle Kenntnisse über die Mediation verlangt.
MediationswaisenMediationsvarianten, die keiner Klasse zugeordnet werden können, weshalb eine systematische Erfassung nicht möglich ist.
ModerationszyklusEin Moderationszyklus ist ein Prozess, der von Moderatoren oder Facilitatoren genutzt wird, um eine Diskussions- oder Arbeitsgruppe zu leiten und zu unterstützen. Ein typischer Moderationszyklus kann mehrere Schritte umfassen, die darauf abzielen, eine effektive und produktive Diskussion zu fördern und ein gemeinsames Verständnis und Ergebnis zu erreichen.
Multi-Track DiplomacyMulti-Track Diplomacy (MTD) ist ein Ansatz zur Konfliktlösung und Friedensförderung, der verschiedene Ebenen und Akteure der Gesellschaft einbezieht, um nachhaltige Lösungen für Konflikte zu finden. Traditionelle diplomatische Bemühungen, die sich hauptsächlich auf Regierungen und offizielle Vertreter konzentrieren, reichen oft nicht aus, um komplexe Konflikte zu lösen. Deshalb bezieht die MTD verschiedene gesellschaftliche Ebenen und Akteure ein, um eine umfassendere und nachhaltigere Konfliktlösung zu erreichen.

Hinweise und Fußnoten
Bitte beachten Sie die Zitier - und Lizenzbestimmungen.
Bearbeitungsstand: 2025-12-19 18:49 / Version .

Alias: unspezifische Mediationen
Literaturempfehlung: Trossen (un-geregelt)
Geprüft: