| Fachausbildung | Der Konflikt interessiert sich nicht für Fächer. Er kann fachübergreifend auftreten und endet nicht, weil er sonst den Bereich einer Wirtschafts- oder Familienmediation überschreitet. |
| Fachmediationen | Eine Fachmediation ist die Anwendung der Mediation für ein bestimmtes Anwendungsfeld. Die dahinführende Kompetenz und Ausbildung ist die über die Grundkompetenz hinausgehende Fachkompetenz. |
| Sicherheit in der Mediation | Wenn niemand die Mediation verlässt, entsteht eine mit dem Gerichtsverfahren zu vergleichende Situation. Das Verfahren kann zu Ende geführt werden. Wie dort ist die Frage nach der Qualität des Ergebnisses eine andere. |
| Garant des Verfahrens | Die Mediation selbst ist der Garant für ihr Gelingen. Wenn sie korrekt durchgeführt wird, bildet sie einen Gedankengang heraus, aus dem sich die Lösung ergibt. Der Mediator ist der Garant dafür, dass sich die Mediation verwirklicht.
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| Bearbeitungstiefe bei der Konfliktarbeit | Je höher der Konflikt eskaliert ist, desto tiefer muss die Konfliktbearbeitung gehen. |
| Vergrößerung des Lösungskuchens | Je mehr Konfliktdimensionen anzusprechen sind und je komplexer sich der Fall gestaltet, umso größer ist die Chance, den Lösungskuchen zu vergrößern. |
| Der Lösungskuchen | Der Lösungskuchen lässt sich fast immer vergrößern. Nur wenn das nicht der Fall ist, macht eine Mediation wenig Sinn. |
| Geeignetheit der Mediation | Je geringer die Chancen sind, die die Parteien einer zielführenden Konfliktlösung beimessen, umso mehr engagieren sie sich bei der Suche nach einer anderen Lösung. Je mehr sie sich an der Suche beteiligen und sich auf die Mediation einlassen, umso größer sind die Chancen, dass die Mediation gelingt. |
| Der Lösungskuchen | Ein Mediator (oder eine Mediatorin) gehen immer davon aus, dass sich der Lösungskuchen vergrößern lässt. |
| Der Mensch im Fokus der Mediation | Der Mediator arbeitet mit dem Mensch und nicht am Menschen. Erst Recht bearbeitet er nicht den Menschen. D.h.: Auch wenn die Medianden im Fokus stehen, sind sie KEIN Bearbeitungsgegenstand. Der Mediator hilft ihnen, die Informationen zu erlangen, zu verarbeiten und zu übermitteln, damit sie die beste Lösung finden können. |
| Werkzeugverwendung | Werkzeuge aus allen Disziplinen und Berufen können in der Mediation verwendet werden, wenn sie sich in die Mediation methodisch einfügen und dem Wesen der Mediation entsprechen. |
| Freiwilligkeit als Eigenschaft | Die Freiwilligkeit ist ein unabdingbares Recht und ein wesentlicher Grundsatz, wenn nicht eine Eigenschaft der Mediation |
| Verfahrensentscheidungen | Alle Entscheidungen - auch das Verfahren betreffend - werden im Konsens getroffen. Dieser Grundsatz lässt sich schon aus der Freiwilligkeit ableiten. Psychologisch ergibt er sich aus dem Verfahrensritual. |
| Rolle des Mediators | Der Mediator ist die an den Verhandlungen beteiligte Person, die nicht selbst verhandelt! |
| Digitale Kompetenz | Die digitale Kompetenz umfasst die Fähigkeit und die Fertigkeit sich für die passende Software (z.B. Konferenzsoftware) zu entscheiden, ihren Einsatz korrekt vorzubereiten, die Software umfassend zu bedienen und vor allem sie in das Verfahren (z.B. die Mediation) zu integrieren. |
| Konfliktanalyse | Ohne den Konflikt (genau) zu identifizieren, ist eine Arbeit am Konflikt kaum möglich. Die Konfliktanalyse ist deshalb ein unverzichtbares Werkzeug des Mediators! |
| Teilnahmeberechtigung | Wer an einer Mediation teilnehmen darf, ergibt sich aus dem Mediationsvertrag bzw. der Mediationsdurchführungsvereinbarung. Die Parteien entscheiden stets gemeinsam über diese Frage. Einen durchsetzbaren Anspruch auf Teilnahme an einer Mediation kann es nur in dem Umfang geben, wie es einen Anspruch auf Durchführung einer Mediation gibt. |
| Navigationshilfe | Die Mediationslandkarte hilft bei der Strukturierung der Mediation! |
| Herleitung und Konzept der Mediation | Das Konzept der Mediation entspricht der jeweiligen Herleitung, die sich aus der Mediationstheorie (oder den Theorien im Hintergrund) ableiten lässt. Das Mediationskonzept muss dem Mediationsverständnis entsprechen, so wie seine Herleitung das Verständnis der Mediation präzisiert. Das Konzept beschreibt eine Herangehensweise, die das Wesen der Mediation nachvollziehbar und reproduzierbar verwirklicht. |
| Mediationsgegenstand | Gegenstand der Mediation ist nicht der Streit, sondern die sich aus ihm ergebenden Einsichten und Erkenntnisse. |