| Feedbacktechnik | Ein Werkzeug, um Rückmeldung zu geben und einzuholen. Der Mediator gibt den Parteien ständige Rückmeldung über das Loopen. Anders als dort betrifft das Feedback jedoch nicht die Rückmeldung des Gesagten, sondern eine Rückmeldung oder Beurteilung über eine Handlung, eine Leistung oder eine Situation. |
| Sandwichtechnik | Die Sandwichtechnik, auch Sandwichtaktik oder Sandwichmethode genannt, beschreibt eine optimierte Form des Feedbacks und ist zugleich eine Feedbacktechnik)). Sie verpackt kritische Anmerkungen wie in einem Sandwich in ein, das der Kritik vorangestellt wird und ihr nachfolgt. |
| Selbstmediation | Wenn es schon so irritierende Begriffe wie die Einzelsupervision gibt, die sich nur auf eine Person beschränkt, kann auch der Begriff der Selbstmediation eingeführt werden, wo eine Person mit sich selbst ein Dilemma oder eine Widerspruch auflöst. Es ist ein methodisches Vorgehen, das den Denkansatz nahe legt. |
| Durchsetzungsvermögen | Durchsetzungsvermögen bezieht sich auf die Fähigkeit, für die eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Rechte einzustehen, während gleichzeitig die Bedürfnisse und Rechte anderer respektiert werden. Es geht darum, klare Grenzen zu setzen, effektiv zu kommunizieren und Kompromisse zu finden, um gemeinsame Lösungen zu erreichen. Durchsetzungsvermögen beinhaltet Selbstbewusstsein, Selbstachtung und die Fähigkeit, für sich selbst einzutreten, ohne andere zu schädigen. Es ist von der positiven Aggression abzugrenzen, der eine energiegeladene und entschlossene Einstellung beschreibt. |
| Kommunikationstheorie | Die Kommunikationstheorie versucht, die Beschreibung der Kommunikation wissenschaftlich zu erklären. Es gibt mehrere Ansätze und demzufolge auch mehrere Theorien, die sich auf den unterschiedlichen Zweck der Kommunikation einlassen. Für die Mediation ist die Vorstellung ausschlaggebend, dass die Kommunikation ein Austausch von Informationen in einem Sender-Empfänger-Modell darstellt. |
| Vertagen | Die Terminsverlegung, Unterbrechung oder Vertagung muss sich nicht nur aus dem Zeitplan ergeben. Sie kann noch eine Intervention sein, wenn die Parteien aus anderen Gründen (etwa wegen der Arbeitsbelastung) unter besonderem Stress stehen und sich deshalb nicht wirklich auf die Mediation einlassen können.
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| Parallelprozesse | Prozesse, die optional oder real neben dem gewählten Verfahren ablaufen und darauf Einfluss nehmen. |
| Abgabe | Unter dem Begriff Abgabe wird die Verfahrensübergabe an ein anderes Gericht verstanden. Das Gesetz erwähnt die in §23b GVG oder in §696 ZPO. Sie betrifft die Übertragung des Gerichtsverfahren an eine zuständige Instanz oder Abteilung des Gerichts. Die Verfahrensabgabe an einen Mediator ist nicht möglich. |
| Umfeldsondierung | Ermittlung der Umwelteinflüsse, die auf die Mediation einwirken können. Beispielsweise: Parallelprozesse, Helfersystem, nachwirkende Vorverfahren, usw. |
| Achtsamkeit | Achtsamkeit ist eine Haltung des Bewusstseins, die sich auf das bewusste und absichtliche Wahrnehmen von Gedanken, Emotionen, Körperempfindungen und der Umgebung im gegenwärtigen Moment bezieht. Dabei geht es darum, den Moment bewusst zu erleben, ohne dabei in automatische Denk- oder Handlungsmuster zu verfallen. |
| Wer fängt an Spiel | Es gibt verschiedene Arten, wie Parteien das Wort erteilt werden kann. Statt eine Partei auszuwählen, die zu reden beginnt, sollten die Parteien gefragt werden, wer anfangen will. Die Reaktion auf die Frage zeigt das Beziehungsverhalten der Parteien. |
| Gesprächstechniken | Gesprächstechniken sind Methoden und Strategien, die verwendet werden, um effektive und erfolgreiche Gespräche zu führen. Sie helfen dabei, die Kommunikation zu verbessern, Missverständnisse zu minimieren und eine konstruktive Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Gesprächstechniken sind von den Kommunikationstechniken zu unterscheiden. |
| Windhundtechnik | Die Windhundtechnik grenzt sich von der Ping-Pong-Technik und vom Mindmapping ab. Sie beschreibt die Gesprächsreihenfolge. Wer als Erster beginnt, darf das Gespräch fortführen. Das Wort wird keinem Teilnehmer erteilt. |
| Main-Mediation | Andere Bezeichnung für das 5-Stufensystem bzw Phasenmodell der Mediation, das den Kern des Mediationsverfahrens abbildet. |
| Diplomat | Ein Diplomat ist eine Person, die im Auftrag ihres Heimatlandes in diplomatischen Angelegenheiten tätig ist. Im übertragenen Sinn wird damit auch ein geschickter Verhandler beschrieben.
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| Mediationsprozess | Der Mediationsprozess grenzt sich vom Mediationsverfahren ab. Das Mediationsverfahren meint das Verfahren I.S.d. §1 Mediationsgesetz. Der Mediationsprozess hingegen meint das Procedere der Mediation in seiner methodischen Vorgehensweise, wo der innere Zusammenhang der Arbeitsschritte beschrieben wird. |
| multipler, dynamischer Fokus | Wenn der Mediator alles wahrnehmen soll, was den Gang der Mediation beeinflusst, muss er auf viele Dinge achten. Es genügt nicht, sich nur auf das Ziel zu konzentrieren. Der multiple, dynamische Fokus stellt heraus, dass der Mediator vieles im Blick haben muss und dass sich die Blickrichtung in der Mediation wie bei einer Kurvenfahrt ständig anpasst. |
| Fokus | Das Wort entspricht der lateinischen Vorgabe, die Feuerstätte oder Herd bedeutet. In der Optik wird es für den Brennpunkt gewählt und im übertragenen Sinn als Synonym für das Hauptaugenmerk bei einer Angelegenheit oder in einem Diskurs. Mithin beschreibt der Fokus die Blickrichtung. Er ist mit der selektiven Wahrnehmung zu vergleichen. Sie steigert zwar die Konzentration auf einen Schwerpunktes oder eine Aufgabe. Sie verbirgt jedoch auch das Risiko, dass Dinge, die nicht im Fokus liegen, aus dem Blick geraten. Der selektive Schwerpunkt eines Verfahrens ergibt sich aus der Zielsetzung. Ein Mediator muss mehrere Fokusse einnehmen, um alles im Blick zu haben. |
| Friedensmediation | Friedensmediation bezeichnet die Vermittlung zwischen Konfliktparteien in formellen und informellen Verhandlungsprozessen. Sie dient der Prävention und Bearbeitung inner- und zwischenstaatlicher Konflikte und ist daher ein Schwerpunkt vorsorgender Politik. |
| Gegner | Ein Gegner ist jemand, der in einer bestimmten Situation oder in Bezug auf ein bestimmtes Ziel oder Interesse gegenüber einer anderen Person oder Gruppe steht. Gegner können in sportlichen, politischen oder anderen Wettbewerbskontexten auftreten, zu denen auch der konfrontativ verlaufende Konflikt zählt. Der Begriff Gegner bezeichnet zunächst nur die Position zur anderen Seite. Den Gegensatz bildet der Verbündete, der Partner oder der Unterstützer, also Personen, die auf der gleichen Seite stehen wie die Partei. |