| Rejustierung | Verfahren wird neu ausgerichtet; Phasen werden justiert |
| Tetralemma | Das Tetralemma ist eine „Aufstellungsmethode“, die sehr gut geeignet ist, sich in eine Situation zu versetzen und sie gedanklich durchzuspielen. Ein Dilemma wird in ein Tetralemma umgewandelt, indem den widersprüchlichen Perspektiven weitere hinzugedacht werden. |
| Realität | Der Begriff Realität wird mit Wirklichkeit übersetzt. Sie beschreibt, was bereits verwirklicht ist. Ihr Gegenteil ist das Potenzial, welches noch nicht entfaltet ist. |
| Allgemeinmediation | So wie es in der Medizin einen Facharzt für Allgemeinmedizin gibt, der im Volksmund als der Hausarzt bezeichnet wird, benötigt auch die Mediation einen Generalisten, der mit allen Fällen zurecht kommt und gegebenenfalls Experten hinzuzieht, wenn sein Wissen nicht ausreicht. Die Kompetenz geht über die Lerninhalte eines regulär ausgebildeten Mediators hinaus. Sie muss alle Felder und Varianten umfassen. |
| Informationspflicht (Mediation) | Es gibt sowohl Pflichten, sich über die Mediation zu informieren, wie es auch Pflichten gibt, sich über die Mediation informieren zu lassen. |
| Informationspflicht (Dienstleistung) | Der Mediator hat Informations- und Offenbarungspflichten zu erfüllen. Ein Verstoß gegen diese Pflicht kann zur Haftung führen. |
| Trusted Star Vertrag | Der Trusted Star Vertrag ist ein Konzept des Verbandes Integrierte-Mediation e.V. das die fehlende Berufsaufsicht für Mediatoren kompensieren kann. Statt einer (nicht vorhandenen) öffentlich rechtlichen Körperschaft unterworfen zu werden, vertrauen sich Mediatorinnen und Mediatoren der Aufsicht des Mediatorenverbandes an. |
| Manipulation | Die verdeckte Beeinflussung eines anderen Menschen. |
| Raumskizze | Siehe stumme Aufstellung |
| politische Mediation | Politische Mediation ist ein Verfahren der Konfliktvermittlung auf politischer oder gesellschaftlicher Ebene – zwischen Staaten, Gruppen, Organisationen oder auch innerhalb von Gesellschaften. Ziel ist, mit Hilfe eines neutralen Dritten einen Dialog zwischen Konfliktparteien zu ermöglichen, um gewaltfreie Lösungen zu finden. |
| Pre-Mediation | Konfliktvermeidende Mediation |
| Fragebogentechnik | Eine anonyme Umfrage, mittels eines auf den Fall bezogenen Fragebogens, dient zur Vorbereitung der Mediation und zur Konfliktanalyse. |
| Methodenphasenabgleich | Jede Methode kann einer Phase zugeordnet werden. Der Methodenphasenabgleich ist ein Werkzeug, um die zur Phase passende Methode zu finden. |
| Utilitarismus | Der Utilitarismus ist eine zum Liberalismus führende Philosophie, die sich mit ethischem Verhalten auseinandersetzt, wobei der Nutzen der Gemeinschaft (Gruppe) zum Maßstab wird. Es gibt Parallelen zur Mediation, die den (erwarteten) Nutzen der Parteien eruiert, um den gemeinsamen Nutzen (den Nutzer für alle Beteiligten) herauszuarbeiten. |
| kostenfreies Informationsgespräch | Das Gericht kann keine Mediation anordnen, wohl aber in Familiensachen gem. § 135 FamFG die Teilnahme an einem kostenfreien Informationsgespräch über Mediation oder eine sonstige Möglichkeit der außergerichtlichen Konfliktbeilegung anhängiger Folgesachen bei einer von dem Gericht benannten Person oder Stelle. |
| 3-gliedriger Erkenntnisprozess | Es geht um einen vernunftgeleiteten Erkenntnis- und Entscheidungsprozess, der die menschliche Neigung, sofort von Problem zu Lösung zu springen (und dabei das Ziel aus den Augen zu verlieren), bewusst unterbricht. Der Weg der Erkenntnis wird über die Vision geleitet, die der Lösungssuche vorangestellt wird. |
| 3er Schritt der Bewertung | Jede Bewertung sollte sich aus drei Schritten zusammensetzen: 1. Zusammenstellung der Kriterien (Phase drei) 2. Sammlung von Optionen und 3. Bewertung der Optionen. Die Mediation besteht nicht nur aus der Bewertung der Lösungsoptionen. Sie setzt sich ebenfalls aus einem Dreierschritt der Bewertungen zusammen: 1. Bewertung der Optionen. 2. Nachbewertung (mit Einbeziehung der Lösungsalternativen) und 3. Lösungsbewertung (finale Bewertung). |
| Deliberation | Deliberation (von lat. deliberare – „abwägen, überlegen“) bezeichnet einen rationalen, zielgerichteten und strukturierten Diskussionsprozess, in dem unterschiedliche Standpunkte ausgetauscht, Argumente geprüft und gemeinsame Lösungen entwickelt werden. Im Gegensatz zu bloßen Debatten oder Verhandlungen geht es bei Deliberation nicht um rhetorisches Überzeugen oder Kompromisse durch Macht, sondern um qualitativ hochwertige Entscheidungsfindung durch Reflexion und gegenseitiges Lernen. |
| Vernunft | Vernunft ist die Fähigkeit, logisch, reflektiert und verantwortungsbewusst zu denken und zu handeln. |
| Verschwiegenheitsschutz | Der Verschwiegenheitsschutz beschreibt die Möglichkeiten und Voraussetzungen, die Verschwiegenheit in der Mediation wirksam zu etablieren und vor Missbrauch zu schützen. Sie ist gesetzlich nur sehr eingeschränkt geregelt, sodass eine Erweiterung nahe liegt. |