Der Mediationscheck###LINK35###
###LINK36### Sie befinden sich auf einer Unterseite zum Thema Prägung im Titel Mediationsverständnis des Abschnitts Mediationssystematik.
Das Wesen der Mediation bildet einen grundlegenden Maßstab, weshalb der Beitrag mit vielen anderen zu kombinieren ist. Bitte beachten Sie auch:
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Abstract: Bei dem Mediationscheck geht es darum, herauszuarbeiten, ob es sich bei der Fallbearbeitung überhaupt um eine Mediation handelt. Die ###LINK46### hatte herausgearbeitet, dass viele Mediationen nicht konventionell bearbeitet werden. Nicht herausgearbeitet wurde, ob sie dann überhaupt noch eine Mediation und nicht etwa eine ###LINK47### oder gar nur eine ###LINK48### darstellen. Spätestens, wenn Sie professionall mit der ###LINK49### arbeiten, ist es wichtig, diese Frage möglichst korrekt zu beantworten, denn aus der Antwort ergeben sich unterschiedliche Rechtsfolgen.###LINK50###
Übersicht
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Wer kann das beurteilen? Wie wäre es mit einem Mediationscheck?
###LINK59### ###LINK60### ###LINK61###Einführung und Inhalt: Wann ist eine Mediation eine Mediation?
Nicht immer beinhaltet die Verpackung das, was außen drauf steht. Die Verpackung ist nicht ,ehr als ein ###LINK62###.
Es kommt auf den Inhalt an.
Notwendigkeit zur Identifikation###LINK63###
Spätestens die Ausführungen in der ###LINK64### haben gezeigt, dass die Frage, wann eine Mediation eine Mediation ist, trotz des Mediationsgesetzes noch immer nicht eindeutig beantwortet werden kann. Sogar Experten sind sich nicht einig. Mediation ist eben nicht gleichzusetzen mit Mediation! Tatsächlich wird der Begriff Mediation vielschichtig verwendet. Neben einer ###LINK65### gibt es unterschiedlichste Erscheinungsformen der Mediation. Ihre Varianz ergibt sich aus dem ###LINK66###. Wegen dieser Unklarheiten fordert die ###LINK67### dazu auf, sich zunächst über Ziele, Bedeutungen und Begriffe abzustimmen.
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Die Diskussionen zollen ihren Tribut für die ###LINK69### des Themas, des Verfahrens und einer nicht abgestimmten ###LINK70###.###LINK71### Die Komplexität erlaubt es, Vorgänge nicht als Mediation zu bezeichnen, obwohl in ihnen alle maßgeblichen Elemente der Mediation vorkommen. Auch das ###LINK72### hat der Mediation einen Bärendienst erwiesen, wenn es die Mediation absolut definiert, obwohl die dort erwähnte Mediation nur relativ die professionell in einem gesetzlich geregelten Verfahren angebotene ###LINK73### meint. Schon der ###LINK74### kämpft um den Mediationsstatus, obwohl er eine Mediation durchführt, die er nicht so benennen darf und die nicht dem ###LINK75### unterfällt. Die Unklarheiten wirken sich auf die Rechtslage und die ###LINK76### aus.###LINK77###
Konsequenzen###LINK78###
Die Entscheidung, was eine Mediation ist oder nicht, hat sowohl eine fachliche, wie eine rechtliche Konsequenz. Fachlich betrachtet gibt es eine beachtliche Logik,###LINK79### die das Vorgehen des Mediators messbar und nachprüfbar macht.###LINK80### Je nach Ausgestaltung kommt es zur Anwendung des ###LINK81###, sodass ein fehlerhaftes Verhalten ###LINK82### nach sich zieht. Das ###LINK83### will den Verbraucher schützen, indem es die Durchführung der Mediation an bestimmte Voraussetzungen knüpft.###LINK84### Auch wenn das Mediationsgesetz nicht anwendbar ist, ergeben sich handwerkliche Anforderungen, die das Verhalten des Mediators transparent und messbar machen. Ergibt die Prüfung, dass das Vorgehen nicht als Mediation zu bezeichnen ist, stellt sich ein anderer (gegebenenfalls auch nicht geregelter) Bewertungsrahmen her.
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Die Konsequenzen mögen an folgenden Beispielen verdeutlicht werden:
Angenommen, die telefonische Shuttle-Mediation wird als Mediation i.S.d. Mediationsgesetzes bewertet. Dann ist das Mediationsgesetz anwendbar. Der Dienstleister muss eine Ausbildung in Mediation nachweisen können und ist bei der Ausübung der Mediation den Regeln des Mediationsgesetzes unterworfen.
Angenommen, die telefonische Shuttle-Mediation wird nicht als Mediation i.S.d. Mediationsgesetzes bewertet. Dann ist die Frage, was es ist. Das Mediationsgesetz ist jedenfalls nicht anwendbar. Der Dienstleister darf sein Vorgehen auch nicht als Mediation bezeichnen. Die Regeln des Mediationsgesetzes kommen auf die Dienstleistung nicht zur Anwendung. Auch bedarf es keiner Ausbildung, um diese Dienstleistung anzubieten.
Angenommen, die telefonische Shuttle-Mediation wird weder als Mediation i.S.d. Mediationsgesetzes noch methodisch als Mediation qualifiziert. Das Vorgehen wäre als ein normales Verhandeln zu bewerten, auf das keine verbindlichen Standards Anwendung finden.
Abgrenzungsprobleme###LINK90###
Diskussionen über die Frage, was Mediation ist, kommen im Zusammenhang mit folgenden Fragestellungen auf:
- Telefonische Shuttle-Mediation: Es wird behauptet, diese Vorghehensweise sei deshalb keine Mediation, weil sie gegen den Grundsatz der ###LINK91### verstößt. Problematischer ist, dass die telefonische Shuttle-Mediation imn Verdacht steht, eine verdeckte Rechtsberatung zu sein.
- Güterichterverfahren: Die Frage, ob es sich um eine Mediation handelt ist umstritten. Es gibt Meinungen, die das Mediationsgesetz analog anwenden wollen. Andere Meinungen stehen auf dem Standpunkt, dass das Güterichterverfahren keine Mediation sei.
- Schlichtung: Die Schlichtung wird von einigen Experten als eine Art der Mediation gesehen###LINK92### . Andere sehen in ihr ein konkurrierendes Verfahren.
- Empathische Verhandlungen : Mitunter werden auch Verhandlungen, bei denen das aktive Zuhören zur Anwendung kommt als Mediation bezeichnet, wenn sie von einem Mediator ausgeführt werden. Eine Verhandlung wird nicht deshaöb zur Mediation, weil Techniken angewendet werden.
Problemanalyse###LINK93###
Es fällt auf, dass die Frage, was Mediation ist und was nicht, an verschiedenen Anknüpfungspunkten festmacht. Einmal wird auf die Definition im Mediationsgesetz abgestellt, ein anderes Mal auf die Prinzipien. Einmal werden Tatbestandsmerkmale der Legaldefinition als dispositiv beschrieben, ein anderes Mal wird Tatbestandsmerkmalen im Mediationsgesetz eine nicht dispositive, definitorische Bedeutung zugemessen, obwohl sie nicht einmal in der gesetzlichen Definition vorkommen. Einmal ist vom Verfahren die Rede, ein anderes Mal von der Vorgehensweise. Einmal wird der Verfahrensbegriff juristisch konnotiert, ein anderes Mal psychologisch.
Problemlösung###LINK94###
Mit der bei ###LINK95### beschriebenen ###LINK96### wird eine präzise Abgrenzung möglich. Sie erlaubt eindeutige Zuordnungen. Dabei sind folgende Rahmenbedingungen zu beachten:
- Das ###LINK97### regelt nicht die Mediation schlechthin, sondern nur die Mediation, auf die das Gesetz anwendbar sein soll.
- Der ###LINK98### unterscheidet die formelle Mediation iSd Mediationsgesetzes, die formelle Mediation, auf die das Mediationsgesetz nicht anwendbar ist, und die sogenannte materielle Mediation. In all diesen Verfahren und Vorgehensweisen verwirklicht sich der mit der Mediation beschriebene ###LINK99###.
- Die Definition im Mediationsgesetz vermischt ###LINK100### und ###LINK101###.
- Prinzipien sind die Bedingungen, um die Verwirklichung der Mediation zu sichern. Sie selbst sind keine Eigenschaftsmerkmale sondern orientieren sich an ihnen.
- Die Eigenschaftsmerkmale ergeben das ###LINK102###.
- Das Verfahren bildet lediglich den ###LINK103###, also den rechtlichen Rahmen, in dem die Mediation methodisch abgewickelt wird.
Diese Annahmen führen zu folgendem Grundsatz:
###LINK104### - Die Mediation ist ein methodisches Vorgehen, mit dem sich das Wesen der Mediation verwirklicht.
Mithin ist das Wesen der Mediation der Maßstab aller Dinge. An ihm muss sich übrigens auch der Gesetzgeber orientieren, wenn der die Mediation fördern will und nicht etwas anderes. Die ###LINK105### unter den Begriff Mediation kann grundsätzlich analog zur Prüfung der Haftung des Mediators erfolgen, geht aber über die Frage der auf das Mediationsgesetz bezogenen Haftung hinaus.
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Prüfungsfolge###LINK107###
Zur Feststellung, ob ein Vorgehen als Mediation zu verstehen ist, sind folgende Kriterien im Rahmen einer ###LINK108### zu prüfen:
- Es geht um eine Lösungssuche
- Die Lösungsfindung basiert auf dem wechselseitigen, vollständigen Verstehen.
- Das Verstehen bedarf einer Vermittlung, sodass die Parteien selbst die Lösung finden können.
- Die Vermittlung geht über eine Beratung hinaus (und stellt keine Beratung dar).
- Die Parteien haben eine vollständige Kontrolle über den Prozess und die Lösung.
- Der Lösungsweg wird durch den Erkenntnisprozess der Mediation vorgegeben, wo der Nutzen im Vordergrund steht.
- Die Lösung kann alle Aspekte der Komplexität des Falles und Alternativen berücksichtigen.
- Die Anforderungen an die Lösungssuche ergeben sich aus den Eigenschaften der Mediation, die sich aus ihrem ###LINK109### ableiten lassen.
Was die Eigenschaften der Mediation sind und wie sei sich herleiten, ergibt sich aus dem Beitrag ###LINK110###. Das Verhältnis zu den Prinzipien wird im Beitrag ###LINK111### erörtert.
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Fragen zur Mediation###LINK114###
Weil die Frage, was Mediation ist und wie sie sich abgrenzt, durchaus Raum für Diskussionen lässt, wurde ein Forum speziell mit dieser Fragestellung eingerichtet. Sie sind eingeladen, dort weitere Fragen anzufügen oder Ihre Meinung kund zu tun. Fragen, die sie in den Foren einstellen, richten sich an die ###LINK115### der Experten. Sie werden versuchen, eine Antwort zu finden. Natürlich können Sie sich auch in den Foren umschauen, ob es bereits eine Antwort auf Ihre Frage gibt. Wenn Sie die Suchfunktion im Hauptmenü nutzen würden sie ebenfalls auf Fundstellen hingewiesen, wo sich Antworten finden lassen.
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Bedeutung für die Mediation###LINK118###
Es ist wichtig, dass die Mediation korrekt verstanden wird. Fragen zur Mediation sind deshalb willkommen, besonders, wenn sie in der praktischen Anwendung entstehen.
Bitte beachten Sie die ###LINK121### - und ###LINK122###. Zitiervorgabe im ©-Hinweis.
Aliase: ###LINK123###
Siehe auch: ###LINK124###
Diskussion (Forum): ###LINK125###
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