Mediationswaisen

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Ein entscheidendes Merkmal zur Unterscheidung der Mediationen sind die unterschiedlichen Mediationskonzepte.

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Zum Thema » Die Zuordnung der Mediationen zu den Klassen der Systematik ist nicht immer leicht. Wir stoßen deshalb auch auf Varianten, die keiner dieser Klassen zugeordnet werden können, werden als Mediationswaisen bezeichnet. Die Bezeichnung deutet an, dass eine Zuordnung noch aussteht. Grundsätzlich unterscheidet die Mediationssystematik folgende Klassen:

Mediationssystematik
Die Mediationssystematik unterscheidet verschiedene Klassen, die in ihrer Kombination ein klares Bild über die Leistungsfähigkeit der Mediation ergeben. Das Mediationsverständnis bildet den Ausgangspunkt. Es gibt die Ausrichtung vor.

Mediationsverständnis
KonzeptModelleFormenFelderStile

Varianten die nicht eingeordnet werden können, werden als Waisen behandelt.

Mediationswaisen (nicht zugeordnet)

Systematische Erfassung

Die folgende Zusammenstellung filtert alle Mediationen aus dem Verzeichnis heraus, die als "unspezifisch" gekennzeichnet sind.

Items found: 6
A . B . C . D . E . F . G . H . I . J . K . L . M . N . O . P . Q . R . S . T . U . V . W . X . Y . Z . All
BezeichnungBeschreibung
Peer-MediationDie Peer-Mediation beschreibt eine verbreitete Form der Mediation an Schulen. Peer-Mediation bedeutet Mediation unter Gleichrangigen bzw. Gleichaltrigen. Zwei Jugendliche klären freiwillig ihren Konflikt mit der Unterstützung eines anderen Jugendlichen, der als Vermittler fungiert. Meist findet die Mediation unter beschränkt geschäftsfähigen Mediatoren und Medianden statt.
PolizeimediationDer Begriff wird in Österreich genutzt. Er bezeichnet keine spezifische Mediationsweise aber einen spezifischen Einsatz. Mediatoren der Volkshilfe (eine gemeinnützige Wohlfahrtsorganisation in Österreich) vermitteln dort, wo die Behörden nicht weiterhelfen können.
Positionierte MediationMit dem Ansatz der Positionierten Mediation soll ein Bewusstsein für gesellschaftliche Machtverhältnisse und Ungerechtigkeiten in Verbindung mit den Prinzipien von Allparteilichkeit und Ergebnisoffenheit herbeigeführt werden. Trotz der as allparteilichen Zuwendung soll eine Positionierung für Menschenrechte und Demokratie möglich bleiben. Der Ansatz der Positionierten Mediation soll als gesellschaftsrelevante Weiterentwicklung zur „klassischen“ Mediation verstanden werden.
Post-MediationSo wie es eine Pre-Mediation gibt, muss es auch eine Post-Mediation geben. Oft wird übersehen, dass die Mediation (besonders bei Beziehungskonflikten) lediglich die Entscheidung für einen Weg ist, wobei der Weg damit noch nicht gegangen ist. Die Post-Mediation gibt Möglichkeiten und Anleitungen, wie mit dem Problem umzugehen ist.
PrämediationDer Begriff wurde von Wilfried Kerntke geprägt. Die Prämediation beschreibt die Bemühungen, die Mediation im konkreten Fall zu ermöglichen.
ProjektmediationKein spezifisches Verfahren, aber ein Anwendungsfeld bei der Projektarbeit. Es wird auch nicht klar, ob nur die methodische Anwendung von Mediation im Projektmanagement oder ein Mediationsangebot bei Konflikten in Projekten gemeint ist.

Hinweise und Fußnoten
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Bearbeitungsstand: 2025-12-19 18:49 / Version .

Alias: unspezifische Mediationen
Literaturempfehlung: Trossen (un-geregelt)
Geprüft: