Die Sprache der Mediationsschulen
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Auch die in der Mediation verwendeten Fachbegriffe sind nicht einheitlich. Manche Schulen haben sogar eigene Fachbegriffe eingeführt, um ihr Mediationskonzept herzuleiten. Das differenzierte Fachwörterbuch gibt Ihnen die Möglichkeit, die unterschiedliche Verwendung der Fachtermini nachzuvollziehen und abweichenden Lehren auf den Grund zu gehen.
Die Terminologische Zuordnung
Die einen sprechen vom Eisbergmodell, die anderen vom U-Modell und wieder andere sprechen vom PIN-Modell. Alle meinen das gleiche. Die begrifflichen Abweichungen verwirren, weshalb Wiki to Yes nicht nur ein Fachwörterbuch einführt, sondern auch versucht, den Begriffswelten der jeweiligten Lehre auf den Grund zu gehen.
Die Examensdatenbank wird ständig erweitert. Sie können helfen. Sollten Sie einen Begriff vermissen oder anders definieren, geben Sie bitte einen Hinweis, wenn Sie die Änderung nicht selbst einbringen.
| Bezeichnung | Beschreibung |
|---|---|
| Ruhen des Verfahrens | Das Ruhen des Verfahrens ist in § 251 ZPO geregelt. Die Vorschrift besagt, dass das Gericht das Ruhen des Verfahrens anzuordnen hat, wenn beide Parteien dies beantragen und anzunehmen ist, dass wegen Schwebens von Vergleichsverhandlungen oder aus sonstigen wichtigen Gründen diese Anordnung zweckmäßig ist. Während das Verfahren ruht, kann keine Entscheidung ergehen. Allerings hat die Anordnung des Ruhens keinen Einfluss auf sogenannte Notfristen (Rechtsmittelfristen, Rechtsmittelbegründungsfristen usw.). Ein zum Ruhen gebrachtes Verfahren wird durch Antrag wiederaufgenommen. |
| Verweisung | Unter dem Begriff Verweisung wird die Verfahrensübergabe bei örtlicher oder sachlicher Unzuständigkeit des Gerichts verstanden. Sie ist z.B. in §17a Abs. 2 GVG oder in §281 ZPO geregelt. Es gibt auch eine Verweisung vor einen Güterichter gem. §278 Abs. 5 ZPO, die allerdings einem eigenen Schicksal unterliegt und nicht aus einer Unzuständigkeit heraus erfolgt. |
| Letter of Intend | Ein Letter of Intent (LOI) ist eine Absichtserklärung, die von einer Partei an eine andere Partei gerichtet wird, um ihr Interesse an einer Geschäftsbeziehung oder einem Vertrag zum Ausdruck zu bringen. Er kann auch wechselseitig erklärt werden und eine gemeinsame Absicht ausdrücken. Die Absichtserklärung bekräftigt, eine bestimmte Handlung oder einen bestimmten Vertrag abzuschließen zu wollen. Eine Absichtserklärung kann verbindliche oder unverbindliche Elemente enthalten und dient in der Regel dazu, eine Basis für weitere Verhandlungen zu schaffen. Ein Letter of Intend kann auch eine Abschlussvereinbnarung in der Mediation sein. |
| Belief | Der Begriff "Belief" wird in der Psychologie und verschiedenen Konzepten des Menschen auf unterschiedliche Weise verwendet, je nach dem spezifischen Bereich, in dem er eingesetzt wird. Generell bezeichnet er das prägende Lebenskonzept oder die Grundannahmen des Lebens , das unsere menschlichen Entscheidungen und unser Verhalten beeinflusst. |
| Skript (TA) | In der Transaktionsanalyse (TA) bezeichnet das Skript die Prägung, die uns Menschen mit auf den Weg gegeben wird. Das Skript wird mit der Theorie der Lebensanschauungen aufgedeckt. Sie hilft uns zu verstehen, wie die Grundhaltungen und Überzeugungen einer Person ihre Transaktionen mit anderen Menschen beeinflussen. |
| Chaospendel | Das Chaospendel kann als ein Demonstrationsobjekt dafür eingesetzt werden, wie unvorhersehbar die Zukunft ist. Spielen Sie einfach das Video auf der Seite Chaos ab und lassen es auf die Parteien wirken. So unberechenbar wie das Tripendulum reagiert, so unberechenbar ist die Zukunft. |
| Sechs-Faktoren-Modell | Erweiterung des Fünf-Faktoren-Modells der Persönlichkeitseinschätzung um den Charakterzug der Ehrlichkeit und Bescheidenheit. Der sechste Faktor wurde eingeführt, um ein Modell zu finden, das global in allen Erdteilen anwendbar ist. |
| Myers-Briggs-Typindikator | Der Myers-Briggs-Typindikator, kurz MBTI genannt, soll den Menschen helfen, ihre Persönlichkeit besser zu verstehen und ihre Stärken und Schwächen zu erkennen, um ihre zwischenmenschlichen Beziehungen, ihre Arbeitsleistung und ihr persönliches Wachstum zu verbessern. Das auf der Theorie von Carl Jung basierende und von Katherine Briggs und Isabel Myers entwickelte Konzept kategorisiert Menschen anhand von vier Dimensionen, wobei jede Dimension zwei Pole hat. Die vier Dimensionen und ihre jeweiligen Pole sind:
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| dunkle Tetrade | Die sogenannte dunkle Tetrade (oder Triade) der Persönlichkeit stellt ein Persönlichkeitsprofil dar, das sich aus Machiavellismus, Narzissmus, Sadismus und Psychopathie zusammensetzt. |
| Prägung des Menschen | Die Prägung des Menschen bezieht sich auf die Einflüsse, die auf eine Person während ihrer Entwicklung einwirken und ihr Verhalten und ihre Persönlichkeit beeinflussen. Diese Einflüsse können aus der Umwelt, der Kultur, der Familie und anderen Faktoren stammen. Sie beeinflussen das Denken und das Handeln. |
| Prägung der Mediation | Die Prägung der Mediation beschreibt die wesentlichen, charakterbestimmenden Merkmale des Verfahrens. Sie dient als eine praxisnahe Orientierung zur Kontrolle der Vorgehensweise in der Mediation. Der Begriff wird synonym mit dem Wesen der Mediation verwendet. |
| Synchronisation | Die rekursive Kommunikation der Mediation bewirkt eine Synchronisation der Kommunikation. Die Technik ist das Loopen. Die Einbindung in die Mediationslogik bewirkt eine Synchronisation des Denkens. Die Technik ist das Dimensionieren. Die Synchronisation erfolgt zunächst zwischen dem Mediator und jeder Partei im Dialogformat. Später wird die Kommunikationsachse zwischen den Parteien geöffnet, sodass sie Teil der Synchronisation werden. Die Synchronisation ist Teil der Verstehensvermittlung. |
| 4 Lebenspositionen | Siehe Theorie der vier Lebensanschauungen |
| Theorie der vier Lebensanschauungen | Die Theorie der vier Lebensanschauungen, auch bekannt als "Lebenspositionen", wurde von Eric Berne, dem Begründer der Transaktionsanalyse, entwickelt. Diese Theorie besagt, dass jeder Mensch eine von vier grundlegenden Lebensanschauungen hat, die seine Wahrnehmung und Interaktionen mit der Welt beeinflussen. |
| Ego-Zustände | Die dem Transaktionsmodell von Berne zugrundeliegenden Ich-Zustände. Unterschieden werden:
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| Transaktionsmodell | Das Transaktionsmodell von Eric Berne ist die Grundlage der Transaktionsanalyse. Das Modell beschreibt, wie Menschen miteinander kommunizieren und interagieren. Es geht davon aus, dass zwischenmenschliche Interaktionen in Form von Transaktionen stattfinden, bei denen mindestens zwei Personen beteiligt sind, die sich gegenseitig Nachrichten senden und empfangen. Diese Nachrichten können verbal oder nonverbal sein und können eine positive, negative oder neutrale Wirkung haben. |
| Transaktionsanalyse | Die Transaktionsanalyse ist ein psychologisches Konzept, das von Eric Berne in den 1950er Jahren entwickelt wurde. Berne war ein kanadischer Psychiater, der sich für die menschliche Kommunikation und die zwischenmenschlichen Beziehungen interessierte. Er entwickelte die Transaktionsanalyse als ein Werkzeug, um die Art und Weise zu verstehen, wie Menschen miteinander kommunizieren und interagieren. |
| 3er-Schritt der Handlungsoptionen | Menschen neigen dazu, direkt auf die Lösung zu achten. Was tue ich als nächstes? Was ist zu tun? Sind ihre typischen Fragen. Wenn es darum geht, herauszufinden was in der Mediation als nächstes zu tun ist, sollte bedacht werden, dass die Entscheidung drei gedankliche Schritte erfüllen muss. Siehe Handlungsoptionen |
| 7 Säulen der Resilienz | Die sieben Säulen der Resilienz ist eines von vielen Resilienzmodellen zur Stärkung der inneren Widerstandskraft gegen Stress. Die Säulen sind:
Widerstandskraft ist auch ein Thema in der Mediation, wenn es darum geht, sich dem Konflikt und den Anfeindungen des Gegners entgegenzustellen. |
| 5-Phasen-Modell (Kübler-Ross) | Das Fünf-Phasen-Modell von Elisabeth Kübler-Ross beschreibt die Phasen, die ein Mensch vor seinem Tod durchläuft. Das Modell wird heute allgemein für den Umgang mit Abschieden und bei Trennungen verwendet. Die fünf Phasen sind:
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| ABC-Modell | Das ABC-Modell nach Albert Ellis sieht das Entstehen der Gefühle nicht lediglich als einen reflex. Er unterscheidet mehrere Phasen, die er als ABC Phasen beschrieben hat. Das Akronym steht für:
Weil zwischen Ereignis und Gefühl eine Beurteilung stattfindet, gibt es einen wirksamen Ansatzpunkt, die Gefühle zu beeinflussen. |
| 7 Prinzipien des Überzeugens | Cialdini hat Grundprinzipien der Psychologie des Überzeugens herausgearbeitet, die ein Mediator kennen sollte. Sie helfen Überzeugungsstrategien zu erkennen. Die Prinzipien sind:
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| Delphinstrategie | Die Delphinstrategie ist eine Technik zur Verhaltenskoordination und -ausrichtung im Team. Sie wurde von Dudley Lynch und Paul Kordis entwickelt. Das den Delphinen zugeschriebene Verhalten wird als offen und Interessiert für alles beschrieben, was funktioniert. Es geht nicht darum, am Alten festzuhalten, sondern nach neuen Lösungen in verschiedenen Varianten zu suchen. |
| Doppelbindungstheorie | Die Doppelbindungstheorie (Double Bind) ist von der Bindungstheorie zu unterscheiden. Während das eine die Art und Weise beschreibt, wie sich Menschen aufgrund ihrer frühen Erfahrungen in der Kindheit an andere binden, betrifft die Doppelbindungstheorie eine Art von Kommunikationsmuster, bei dem widersprüchliche oder inkonsistente Nachrichten an eine Person gesendet werden. Die Kommunikation enthält zwei widersprüchliche Botschaften. |
| Bindungstheorie | Die Bindungstheorie ist eine psychologische Theorie, die sich mit der Art und Weise befasst, wie Menschen Bindungen und Beziehungen aufbauen und pflegen. Die Theorie geht davon aus, dass die frühen Erfahrungen eines Kindes mit seinen Bezugspersonen Einfluss auf spätere Beziehungen zu anderen Menschen aufbaut. Die Bindungstheorie hilft auch in der Mediation, besonders bei Familien- und Beziehungskonflikten. |
| Phasenverschiebung | Alle Modelle der Trennungsverarbeitung laufen und die Prozesse einer Scheidung laufen individuell ab. Betrachtet man die Prozesse im Zusammenspiel, zeigt sich die Phasenverschiebung als ein ebenso markantes, wie problematisches Phänomen bei Ehescheidungen. Der Mediator muss versuchen, die Prozesse aufeinander abzustimmen. |
| Trennungsphasen | Die Trennung ist ein schwieriger und oft schmerzhafter Prozess, der emotionale Auswirkungen auf die Beteiligten hat. Eine Trennung kann sich über einen längeren Zeitraum erstrecken und beinhaltet in der Regel verschiedene Phasen, die von Trauer und Wut bis hin zur Akzeptanz reichen. Die Trennungsphasen sind ähnlich zu den 5 Phasen der von Kübler-Ross entwickelten Theorie der Trauerbewältigung und zu den Phasen im Scheidungszyklus. |
| Hilfskräfte | Hilfskräfte sind die Assistenten und Mitarbeiter des Mediators. Das Mediationsgesetz spricht von den in die Durchführung des Mediationsverfahrens eingebundenen Personen und unterwirft sie von Gesetzes wegen der Verschwiegenheit. |
| Zuschauer | Zuschauer sind Personen, die nicht am Verfahren beteiligt sind aber zuschauen dürfen. Ihnen kann mit Zustimmung aller Parteien die Anwesenheit gestattet werden. Sie müssen der Vertraulichkeit unterworfen werden. |
| Dritte | Dritte sind nach §2 Abs. 4 Mediationsgesetz alle Personen, die nicht Parteien sind aber dennoch am Verfahren beteiligt werden. |
| Parkplatztechnik | Die Parkplatztechnik erlaubt die Anfertigung von Notizen, die auf das Flipchart geschrieben werden und für alle sichtbar sind. |
| Lösungsfeldermodell | Siehe Konfliktnavigator (Coaching) |
| Komplexitätsreduktion | Die Komplexitätsreduktion beschreibt eine Möglichkeit, die Komplexität aufzulösen. Im Grunde bewirkt bereits die Sprache eine Reduktion der Komplexität. Auch die juristische Methode der Subsumtion führt zu einer Reduktion der Komplexität. Im einen Fall ist sie vermeidbar, im anderen nicht. Die Auseinandersetzung mit der Frage ob und inwieweit die Komplexität reduziert werden kann und muss, trägt zur Klärung bei, ob und inwieweit eine Komplexitätsbewältigung möglich ist oder nicht. |
| Fallkontext | Eine Information wird in der Mediation verschiedenen Kontexten zugeordnet, die sinnvoller Weise zu unterscheiden sind. Eine Umgebung, der die Informationen zugeordnet werden ist das Verfahren selbst. Siehe Verfahrenskontext. Der andere Kontext wird aus dem Fall gebildet und als Fallkontext beschrieben. |
| Verfahrenskontext | Der Kontext ist die Umgebung, mit der eine Information in Beziehung gestellt wird. Der Verfahrenskontext stellt die Beziehung zum Verfahren her. Der Verfahrenskontext verdeutlicht, dass und wie dieselbe Information im Gerichtsverfahren eine andere Bedeutung hat als in der Mediation. |
| Informationsbeschaffung | Die Mediation kennt den Grundsatz der Informiertheit. Informiertheit bedeutet das alle Informationen, die für die Entscheidungsfindung erforderlich sind vorliegen müssen. Wenn entscheidungsrelevante Informationen fehlen, wegen Informationslücken vor. Der Mediator muss darauf hinweisen. Es ist jedoch nicht eine Verpflichtung die Informationen zu beschaffen. Die Informationsbeschaffung ist eine Aufgabe der Parteien. Es obliegt also ihrer Entscheidung, ob sie die fehlenden Informationen beibringen oder nicht. |
| Schiedsperson | Obligatorische Schlichtung bei einigen strafrechtlichen und zivilrechtlichen Angelegenheiten, wie z.B. Beleidigung und Nachbarschaftssachen. Die Schiedsämter oder Schiedsstellen fungieren als Vergleichsbehörden im Sinne der Straf- und als auch als Gütestellen im Sinne der Zivilprozessordnung. |
| Schiedsmann | Siehe Schiedsperson |
| Schiedsstelle | Örtlich zuständige Stelle zur Durchführung der obligatorischen Schlichtung bei einigen strafrechtlichen und zivilrechtlichen Angelegenheiten, wie z.B. Beleidigung und Nachbarschaftssachen. Die Schiedsämter oder Schiedsstellen fungieren als Vergleichsbehörden im Sinne der Straf- und als auch als Gütestellen im Sinne der Zivilprozessordnung. |
| Sühneverfahren | Das Sühneverfahren wird bei Vergehen wegen Hausfriedensbruchs, Beleidigung, Verletzung des Briefgeheimnisses, Körperverletzung (§§ 223 und 229 des Strafgesetzbuches), Bedrohung und Sachbeschädigung durchgeführt. Es ist Voraussetzung für die Erhebung einer vor Erhebung der Privatklage. Zuständig ist die Vergleichsbehörde (Schiedsstelle) |
| Vergleichsbehörde | Die Vergleichsbehörde führt Schlichtungen im Rahmen eines gesetzlich vorgeschriebenen Sühneverfahrens durch. Das Sühneverfahren wird bei Vergehen wegen Hausfriedensbruchs, Beleidigung, Verletzung des Briefgeheimnisses, Körperverletzung (§§ 223 und 229 des Strafgesetzbuches), Bedrohung und Sachbeschädigung durchgeführt. Es ist Voraussetzung für die Erhebung einer vor Erhebung der Privatklage. |
| neurolinguistische Programmierung | Der Begriff soll darauf hindeuten, dass Vorgänge im Gehirn wie eine Umprogrammierung etabliert werden können, sodass die Affektionen anders verarbeitet werden. Die neurolinguistische Programmierung, kurz NLP genannt, bedient sich der Methoden und Kommunikationstechniken, um psychische Abläufe im Menschen zu beeinflussen. Schon deshalb gibt es Überschneidungen mit der Mediation. Die Methoden des NLP können den Werkzeugkasten des Mediators erweitern. |
| Semiotik | Semiotik ist die „Lehre vom Zeichen“. Es geht um die Wahrheit, als Übereinstimmung von „Sache“ (Sachverhalt) und „Wort“ (Benennung). Die Wahrheit kann nicht ohne den „Interpretanten“ verstanden werden, wodurch sich die Wahrheit auf die individuelle Position bezieht. Das sich daraus ergebende „semiotische Dreieck“ setzt sich aus den Eckpunkten
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| Semiotisches Dreieck | Siehe Semiotik |
| Einigung (Mediation) | Die fünfte Phase der Mediation wird als Einigung bezeichnet. Sie dient der Manifestation der gefundenen Lösung in Form einer Abschlussvereinbarung. Im Idealfall basiert die Einigung auf einem Konsens. |
| Verstehen | Verstehen ist das zentrale Element der Mediation. Alles was in der Mediation passiert, basiert auf einem Verstehen. Methodisch liegt der Verstehensschwerpunkt in der 3.Phase. Das wechselseitige Verstehen der Parteien wird aber nur dadurch möglich, dass die Phase drei Bestandteil eines umfassenden Verstehensprozesses ist. Das Verstehen ist ein Teil der Konfliktarbeit und der Konfliktklärung. Es sollte nicht mit einer Zustimmung oder Parteilichkeit verwechselt werden. Es geht mehr um die Nachvollziehbarkeit von unterschiedlichen Sichten, Motiven und Vorstellungen. |
| Verstehensvermittler | Wenn die Mediation eine zu parteiseitigen Erkenntnissen führende Verstehensvermittlung ist, ist der Mediator ein Verstehensvermittler. |
| Rückmeldung | Die Rückmeldung ist einerseits ein Feedback. Andererseits wird damit ein wesentlicher Bestandteil des Loopens bezeichnet. Der Mediator meldet zurück, was er verstanden (und wahrgenommen) hat. Dabei verwendet er die Technik des aktiven Zuhörens, des Paraphrasierens und des Verbalisierens. Die Rückmeldung dient zur Synchronisation der Kommunikation und des Denkens. Es geht darum, die Bedeutungsinhalte aufzudecken und gegebenenfalls mit dem Gesprächspartner abzustimmen. |
| Bossing | Mit dem Begriff wird ein Mobbing ausgehend vom Vorgesetzten beschrieben. |
| Initialisierungsfragen | Initialisierungsfragen sind typische Fragefloskeln, mit denen der Phasenauftrag an die Parteien weitergegeben wird. |
Siehe auch: Liste der Verzeichnisse, Terminologie
Prüfvermerk:
Aliase: TerminiMediationsschulen