Mediation von A-Z

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Lexikon


Die Online-Enzyklopädie zur Mediation fasst mit ihren derzeit 2148 Einträgen alle für die Mediation relevanten Fachbegriffe alphabetisch geordnet zusammen. In den einzelnen Lexika finden Sie Auszüge, die nach Themen geordnet sind. Die Zusammenstellungen helfen bei der Datenauswertung. Die Enzyklopädie verfeinert die Schlagwortsuche und die Suche über Kategorien. Ihre Besonderheit besteht darin, dass Sie nicht nur nach Begriffen, sondern auch nach deren Vorkommen in der Mediation und nach weiteren Zusammenhängen suchen und filtern können. Benutzen Sie bitte das Suchfeld im Hauptmenü für eine noch weitergehende, allgemeine und umfassende Suche im Mediationswiki. Dies ist die Vorversion zur Enzyklopädie, falls Sie an die alte Fassung gewöhnt sind.

Zusammenstellung der in der Enzyklopädie gespeicherten Begriffe.
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BezeichnungBeschreibung
U-Boot-MediationEs ist nicht wirklich klar, was sich dahinter verbirgt. Für den Begriff wurde ein Warenzeichen beantragt, aber nicht eingetragen. Dort wurde angegeben, dass der Begriff ein besonderes inaktives Verhalten des Mediators beschreibt und die Arbeitsweise des Mediators als allparteilichen Dritten widerspiegelt. Eine andere Herleitung beschreibt das Vorgehen als eine Art Shuttle-Mediation.
U-Modell der Mediation Das U-Modell der Mediation soll den Ablauf eines Mediationsprozesses beschreiben und die verschiedenen Phasen abbilden, die während einer Mediation zu durchlaufen sind.
U-TheorieDie U-Theorie, auch bekannt als Theory U, wurde von dem deutschen Ökonom und Professor Dr. Otto Scharmer am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt. Sie ist ein Modell zur Führung und Veränderung, das darauf abzielt, Prozesse des Lernens, der Innovation und der Transformation in Organisationen und Gesellschaften zu fördern.
überprüfenDie Angaben der Parteien sind mindestens auf ihre Schlüssigkeit hin zu überprüfen. Für den Mediator genügt es, auf Bedenken hinzuweisen. Wie die Überprüfung der Faktenlage erfolgt, ist mit den Parteien abzustimmen. Bei streitigen Fakten ist Beweis zu erheben.
Übersetzen (Fremdsprachen)Die Verwendung von Fremdsprachen erschwert das Verstehen in der Mediation. Der Mediator muss Vorkehrungen treffen, um die Übersetzungsverluste gering zu halten und dabei Einiges beachten, sodass die Übersetzung von Fremdsprachen ein beachtliches Werkzeug der Mediation ist. Anwendungsfälle ergeben sich in der internationalen Onlinemediation, bei der CrossBorderMediation und der unterkulturellen Mediation Übersetzungen
Übertragung

Es handelt sich um ein von Freud aufgedecktes und so bezeichnetes Phänomen, das bei Kontakten zwischen Menschen auftreten kann. Die Übertragung reaktiviert alte, meist frühkindliche Erfahrungen in zwischenmenschlichen Beziehungen und Bindungen, mit der alte Gefühle, Erwartungen, Fantasien, Wünsche und Ängste in aktuellen Beziehungen wiedererlebt werden.

Übertragung Die Übertragung reaktiviert alte, meist frühkindliche Erfahrungen in zwischenmenschlichen Beziehungen und Bindungen, mit der alte Gefühle, Erwartungen, Fantasien, Wünsche und Ängste in aktuellen Beziehungen reaktiviert werden.
UltimatumspielDas Ultimatumspiel ist ein Konzept der Spieltheorie. Die Regel in diesem Spiel ist, dass beide Spieler leer ausgehen, wenn ein Spieler das Angebot nicht annimmt. Das Ultimatumspiel bewirkt, dass fairere Angebote unterbreitet werden. Die Lösungssuche in der Mediation entspricht dem Spielkonzept insoweit, als die Partei wegen des Grundsatzes der Freiwilligkeit die Mediation zum Abbruch führen kann, wenn kein akzeptables Angebot zustande kommt.
UmdefinierenEin Wort aus der Herleitung der Partei wird durch ein neues Wort mit ähnlicher Bedeutung aber unterschiedlichen Implikationen ersetzt. Das neue Wort lässt andere Folgerungen und Bewertungen zu.
UmdenkenDas Umdenken ist vom Querdenken zu unterscheiden. Es besagt lediglich, dass eine neue Denkweise angenommen wird, ohne die Denkweise zu spezifizieren.
UmfeldsondierungErmittlung der Umwelteinflüsse, die auf die Mediation einwirken können. Beispielsweise: Parallelprozesse, Helfersystem, nachwirkende Vorverfahren, usw.
UmweltDer Begriff Umwelt spielt in der Systemtheorie eine wichtige Rolle. Er bezeichnet die Landschaft, in der die Systeme eingebettet sind und die möglichen Einflussnahmen. Die Sicht auf das Umfeld einer laufenden Mediation spielt auch in der Mediation eine wichtige Rolle.
UmweltmediationMediation im Bereich der öffentlichen Verwaltung
UmwidmungDas Umwidmen gibt der Information eine andere Bedeutung. Ein Befehl könnte in einen Gefallen umgedeutet werden. Ein Angriff in den Wunsch etwas zu bewirken oder als eine Aktion der Hilflosigkeit.
UnabhängigkeitDer Grundsatz der Unabhängigkeit stellt sicher, dass der Mediator weisungsunabhängig und in eigener Verantwortung handelt.
UNCITRALUNCITRAL ist das Akronym für die Kommission der Vereinten Nationen für internationales Handelsrecht (United Nations Commission on International Trade Law). Sie verfolgt den Zweck, die Vereinheitlichung des internationalen Handelsrechts zu fördern. Als solches befasst sie sich auch mit Arbitration und Mediation.
UnmittelbarkeitsprinzipDas kommunikative Unmittelbarkeitsprinzip erwartet, dass die Parteien unter Leitung und Gesprächsführung des in der Sache neutralen und allparteilichen Mediators gemeinsam ihre Interessen erörtern und Verständnis füreinander herstellen.
UnmittelbarkeitsprinzipDas Prinzip der Unmittelbarkeit so sicherstellen, dass der Mediator nur Informationen aus erster Quelle ersten in der Informationsverarbeitung und Verwertung einbringt (oder darauf hinweist dass die Information nur indirekt zu verwerten ist).
UnparteilichkeitDer Begriff umschreibt die Neutralität und wird oft mit der Allparteilichkeit gleichgesetzt.
UnsicherheitUnsicherheit bedeutet, nicht sicher zu sein, was (als nächstes oder überhaupt) zu tun ist oder wie man sich zu entscheiden hat. Die Unsicherheit spielt in der Mediation eine wichtige Rolle. Sie kann verschiedene Ursachen haben, denen nachzugehen ist. Der Umgang mit der Unsicherheit ist also ein Teil der Konfliktarbeit. Die Unsicherheit selbst ist ein Indikator für den Konflikt.
unterbrechenDie Parteien oder der Mediator fühlen sich gerade überfordert. Der Mediator muss Abstand gewinnen. Dis Distanz ist verloren gegangen. In diesen Fällen hilft eine Pause oder Unterbrechung. Gegebenenfalls auch die Vereinbarung eines neuen Termins.
UnterhaltsstreitigkeitenKonflikte über Unterhaltszahlungen
Unternehmensberater
Unternehmensmediation Der Begriff wird in der integrierten Mediation verwendet, um die verschiedenen Bereiche der Wirtschaftsmediation besser gegeneinander abgrenzen zu können. Gleichzeitig deutet der Begriff auf mediative Anwendungen hin, die im Unternehmen ´typisch sind, aber keine Mediation i.S.d. Mediationsgesetzes darstellen.
UnternehmensnachfolgemediationMediation bei Konfliktren im Zusammenhang mit der Unternehmensnachfolge und der Unternehmensübergabe.
UnterstützungsbedarfDer Unterstützungsbedarf beantwortet die Frage nach der idealen Unterstützung für eine vollständige Konfliktbeilegung.
Unterwerfung

Die Unterwerfung beschreibt eine Verfügbarmachung. Schwarz verwendet den Begriff in der Konfliktevolution als eine grundlegende Form der Konfliktbewältigung.

unvollständige DienstleistungDer Begriff unvollständige Dienstleistung deutet darauf hin, dass die Mediation als Dienstleistung nicht alle Bedarfe der Medianden (Konfliktparteien) abdecken kann. Siehe auch hinkende Dienstleistung. Sowohl der Mediator wie die Parteien sollten sich im Klaren darüber sein, was die Dienstleistung genau umfasst und wie sie sich mit anderen Dienstleistungen koordinieren lässt.
UtilisationDer Begriff Utilisation wird vom Lateinischen utilis abgeleitet und bedeutet brauchbar. In der Psychotherapie bezeichnet die Utilisation eine therapeutische Grundhaltung, die alles, was ein Patient mit in die Behandlung einbringt, ebenso wie Aspekte der Behandlungssituation für den Therapieerfolg einzusetzen versucht. In der Mediation lehnt sich der Begriff am Utilitarismus an, wo es darum geht, Handlungen nach dem Nutzen zu beurteilen oder zu bestimmen, welche Handlungen den größtmöglichen Nutzen für alle haben. Die Utlisation beschreibt somit die Nutzenausrichtung.
UtilitarismusDer Utilitarismus ist eine zum Liberalismus führende Philosophie, die sich mit ethischem Verhalten auseinandersetzt, wobei der Nutzen der Gemeinschaft (Gruppe) zum Maßstab wird. Es gibt Parallelen zur Mediation, die den (erwarteten) Nutzen der Parteien eruiert, um den gemeinsamen Nutzen (den Nutzer für alle Beteiligten) herauszuarbeiten.

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Hinweise und Fußnoten

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Bearbeitungsstand: 2024-05-07 16:40 / Version .

Siehe auch: Lexikon