Mediation von A-Z

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Lexikon

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Zusammenstellung der in der Enzyklopädie gespeicherten Begriffe.
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BezeichnungBeschreibung
RAAT

RAAT ist ein Akronym für die Faktoren der Stressbewältigung. Das steht für:

  • Resilienz
  • Achtsamkeit
  • Adaptation
  • Transparenz
Rabbit HoleDer Begriff wird synonym für "vom Hölzchen aufs Stöckchen kommend" verwendet. Er wird in der Internetwelt verwendet, um das Phänomen zu beschreiben, dass und wie User auf der Site oder im Thema gehalten werden. Es entsteht eine Verdichtung von Informationen, die sogar in einer Verschwörungstheorie enden kann.
Rache Rache ist weniger ein Gefühl als eine soziale Interaktion bei der ein emotionaler Aspekt in den Vordergrund tritt. Die Rache stellt deshalb die von Emotionen geleitete Vergeltung für eine als Unrecht empfundene Tat dar. Oft wird die Rache in der Vergeltung versteckt oder geht in ihr auf.
Rahmenbildungandere Bezeichnung für die Initialisierungsphase und die Initialisierungsmethode.
RapportIn der Psychologie wird der Bergriff für eine gute Beziehung verwendet. Im NLP beschreibt der Begriff den (Gesprächs-)Beziehungsaufbau durch Pacing und Leading.
RatSiehe Ratschlag
Ratgeber für MediatorenEin Rat ist eine Empfehlung, die meist auf eine Lösung hindeutet. Welchen Rat kann einem Mediator oder einer Mediatorin erteilt werden, um die Mediation erfolgreich zu gestalten? Der beste Rat gibt eine Reflexionshilfe. Wenn der Rat auf eine Handlungsempfehlung gerichtet ist, legt er eine Methodik nahe, die eine Situationsanalyse, eine Mediationsanalyse und eventuell eine Fehlerquellenanalyse umfasst.
RatschlagEine meist unverbindliche Information als Hilfe zur Informationsverarbeitung, Entscheidungsfindung oder zum Verhalten. Mediatoren weisen gerne daraufhin, dass das Wort den Schlag beinhaltet, was darauf hindeutet, dass der Rat gegeben und nicht erarbeitet wird.
Raum gebenDas lineare Denken verführt dazu, sofort auf Argumente einzugehen und sie weiterzudenken. Manchmal verliert sich ein Gespräch bei der linearen Kommunikation in die Streitthemen, sodass daraus eine zirkuläre Kommunikation wird. Um dies zu verhindern, müssen Argumente (Informationen, Motive usw.) aufgegriffen werden, ohne sie sofort abzuarbeiten. Stattdessen wird ein Gesprächsraum angeboten, wo der Gedanke ausführlich besprochen wird.
RaumskizzeSiehe stumme Aufstellung
ReaktanzPsychologische Reaktanz entsteht, wenn die eigene Entscheidungsfreiheit bedroht oder eingeschränkt wird. Es ist der Versuch, diese Freiheiten wiederherzustellen. Sie wird oft durch psychischen Druck wie Verbote oder offensichtlicher Beeinflussung ausgelöst.
reale ParteiDie reale Partei ist eine natürliche oder juristische Person. Sie grenzt sich von der fiktiven Partei ab, der eigene Interessen zugeschrieben werden können.
reale WeltDer Begriff wird bei der Integrierten Mediation verwendet, um die unterschiedlichen Gedankenwelten zu kennzeichnen, durch die die Mediation führt. Der Terminus verdeutlicht, dass die 4.Phase die zuvor erarbeitete Imagination einer konfliktfreien Zukunft noch in die Realität umzusetzen ist.
Realität Der Begriff Realität wird mit Wirklichkeit übersetzt. Sie beschreibt, was bereits verwirklicht ist. Ihr Gegenteil ist das Potenzial, welches noch nicht entfaltet ist.
Realitätscheck Die Frage zur Kontrolle von Meinungen, Wahrnehmungen, Eindrücken und Vorstellungen lautet: "Weiß ich wirklich was ich denke / mir vorstelle / als wahr annehme?
RealitätskontrolleIm Gegensatz zum Realitätscheck bewirkt die Realitätskontrolle eine Überprüfung der Fakten, auf der die Lösung basiert und um eine Aussage darüber treffen zu können, ob die gefundene Lösung zukunftsfähig ist.
RealitätstestSiehe Realitätscheck
RealitätsverlustEin geistiger Zustand, in dem Menschen die Situation in der sie sich befinden nicht mehr so erfassen können, wie es den Tatsachen entspricht.
RechercheRecherchen spielen in der Mediation eine wichtige Rolle. Sie sind das Mittel um sich intensiv zu bemühen, etwas herauszufinden, sich zu informieren oder Kenntnisse anzueignen. Sachverhaltsrecherchen obliegen den Parteien. Die Recherchen des Mediators konzentrieren sich auf Fragen zur Herangehensweise in der Mediation, zur Aneignung von Hintergrundwissen und zur Einschätzung von Situationen und Verhaltensweisen als Grundlage für eine Verfahrensentscheidung. Wiki to Yes bietet dafür viele Hilfestellungen an.
RecherchenverzeichnisRecherchen spielen in der Mediation eine wichtige Rolle. Das Recherchenverzeichnis stellt den Recherchebedarf in der Mediation zusammen und die dazu angebotenen Hilfsmittel bei Wiki to Yes.
RechtfertigungenRechtfertigen bedeutet, eine Handlung, Entscheidung oder Aussage zu verteidigen, die von anderen kritisiert oder angegriffen wird. Es geht darum, zu erklären oder zu begründen, warum etwas getan wurde oder gesagt wurde, um die Kritik oder den Angriff abzuwehren. Rechtfertigung kann auch bedeuten, sich für etwas zu entschuldigen oder um Verzeihung zu bitten. Rechtfertigungen haben in der Mediation deshalb einen besonderen Stellenwert und sollten Beachtung finden.
RechtsanwaltRechtsanwälte haben die Aufgabe, ihrem Auftraggeber mit rechtsstaatlichen Mitteln zu seinem Recht zu verhelfen. Zu diesem Zweck können sie jedermann beraten oder vertreten, soweit sie nicht zuvor in derselben Angelegenheit die Gegenseite beraten bzw. vertreten haben oder andere Vertretungsverbote eingreifen.
RechtsbehelfEin Rechtsbehelf gewährt die Möglichkeit, gegen eine hoheitliche Entscheidung vorzugehen. Er kann eingelegt werden, wenn eine Rechtsverletzung behauptet wird.
RechtsbeistandDer Rechtsbeistand ist juristisch ausgebildet und kann Personen vor Gericht vertreten, wo kein Anwaltszwang besteht. Rechtsbeistand ist die Berufsbezeichnung für Personen, denen die unbeschränkte (Vollerlaubnis) oder beschränkte Erlaubnis (für bestimmte Rechtsgebiete) nach Art. 1 § 1 Rechtsberatungsgesetz erteilt worden ist.
RechtsberatungEine Informationsvermittlung, basierend auf einer Auswertung oder Einschätzung von Sachverhalten mit der Zuordnung zu Rechtsfolgen, nach einer Subsumtion. Ziel sind Handlungsempfehlungen an den Klienten.
RechtsbindungswilleDer Rechtsbindungswille (animus contrahendi) ist ein zentrales Tatbestandsmerkmal für das Zustandekommen eines Vertrages. Er bezeichnet den Willen einer Person, sich durch eine Willenserklärung rechtlich zu binden und eine Verpflichtung im Sinne des Zivilrechts herbeizuführen. Für die Mediation ist der Rechtsbindungswille ein ungeschriebenes Tatbestandsmerkmal für das Zustandekommen eines Mediationsvertrages.
RechtsdienstleistungRechtsdienstleistung ist eine juristische Dienstleistung, die im Rechtsdienstleistungsgesetz geregelt und Anwälten vorbehalten ist.
RechtsfriedeKein wirklicher Friede aber Ausschöpfung des Instanzenweges. D.h.: Es gibt keine Gerichtsinstanz mehr.
RechtsgarantieDie Rechtsgarantie des Staates ist gegenüber dem Rechtsschutzbedürfnis des Bürgers abzugrenzen. Sie ist als sogenannte Rechtsweggarantie ist in Art 19 Abs. 4 GG geregelt und betrifft eine Abwehrmaßnahme gegen Rechtsverletzungen der öffentlichen Gewalt. Der Rechtsschutz hingegen betrifft Verletzungen im privatrechtlichen Bereich. Er wird aus Art 20 GG hergeleitet. Das Rechtsschutzbedürfnis verhindert, dass die Gerichte willkürlich angerufen werden.
RechtsgestaltungDie Rechtsgestaltung grenzt sich von der Rechtsanwendung ab. Die Privatautonomie garantiert die Freiheit bei der Gestaltung von Rechtsverhältnissen, etwa durch Vertrag.
RechtsgewährungJeder Bürger hat einen Anspruch auf gerichtliche Hilfe. Die Gerichte sollen sie gewährleisten. Der Rechtsgewährungsanspruch beruht auf einer Abgrenzung der sogenannten Rechtsgarantie des Staates gegenüber dem Rechtsschutzbedürfnis des Bürgers. Die Mediation wäre keine Rechts- sondern eine Interessengarantie auf die jedoch kein rechtlicher Anspruch besteht.
RechtsgrundsatzRechtsgrundsätze sind allgemein anerkannte Rechtsmaßstäbe. Ein Rechtsgrundsatz findet sich z.B. in der Vorschrift des § 242 BGB wieder, der Treu und Glaube als ein grundlegendes Prinzip des Privatrechts festlegt. Rechtsgrundsätze müssen nicht zwingend kodifiziert sein. Trotzdem bilden Sie einen Maßstab für die Rechtsanwendung.
RechtshängigkeitDie Rechtshängigkeit eines Zivilprozesses beginnt mit der Zustellung der Klage. Sie bewirkt beispielsweise, dass ein Verfahren mit gleichem Gegenstand bei keinem anderen Gericht anhängig gemacht werden kann.
RechtsinformationIm Gegensatz zur Rechtsberatung bezieht sich Rechtsinformation lediglich auf die Vermittlung allgemeiner rechtlicher Kenntnisse und Informationen ohne konkreten Einzelfallbezug. Hierbei geht es nicht um eine individuelle Beurteilung des Sachverhalts, sondern um die Vermittlung von grundlegenden Informationen und Gesetzeskenntnissen. Der Unterschied zwischen einer Rechtsberatung und einer Rechtsinformation hängt im Wesentlichen davon ab, ob die rechtliche Beurteilung eine Subsumtion erfordert. Die Unterscheidung ist wichtig für die Frage, ob und inwieweit Rechtshinweise in die Mediation einfließen können.
RechtsnachfolgeDie Rechtsnachfolge beschreibt den Übergang der Rechte und Pflichten von einem Rechtsvorgänger zu einem Rechtsnachfolger. Typische Anwendungsfälle sind das Erbrecht und die Unternehmensnachfolge.
RechtsnachfolgekonfliktKonflikt zwischen Erblasser und Erbnehmer, zwischen Unternehmensveräußerer und -übernehmer oder in sonstigen Fällen wo jemand in die Rechtsposition einer anderen Person eintritt oder diese übernimmt.
RechtsnachfolgekonflikteKonflikte im Zusammenhang mit der Rechtsnachfolge. Anwendungsfälle sind Erbschaftskonflikte und Konflikte bei der Unternehmensübernahme
RechtsnachfolgemediationMediation in Rechtsnachfolgeangelegenheiten. Betroffen sind Unternehmensnachfolge, Erbschaften, usw.
RechtsschutzversicherungVersicherung zur Übernahme der Kosten im Falle einer Rechtsverfolgung.
RechtsstreitDer Rechtsstreit unterscheidet sich von einem (anderen) Streit insofern, als er sich nur auf gesetzliche Tatbestände erstreckt. Ein Streit über ein Tatbestandsmerkmal, das in einer Rechtsvorschrift nicht vorgesehen ist, ist juristisch deshalb irrelevant.
RechtsvertretungVertretung in Rechtsangelegenheiten. Der Vertreter kann für den Betroffenen auftreten und handeln. In manchen Gerichtsverfahren ist die Vertretung durch einen Anwalt vorgeschrieben.
Recognition Der Begriff Recognition (Anerkennung) hat in der Sozialwissenschaft, Philosophie und Psychologie eine zentrale Bedeutung. Er beschreibt den Prozess, in dem Individuen, Gruppen oder Gemeinschaften von anderen wahrgenommen, wertgeschätzt und in ihrer Identität bestätigt werden. Recognition spielt eine entscheidende Rolle bei der Identitätsbildung, der sozialen Integration und der Förderung von Gerechtigkeit aber auch im transformativen Konzept der Mediation.
RedestabEs gibt verschiedene Arten, wie Parteien das Wort erteilt werden kann. Statt eine Partei auszuwählen, die zu reden beginnt, sollten die Parteien gefragt werden, wer anfangen will. Die Reaktion auf die Frage zeigt das Beziehungsverhalten der Parteien.
Reflecting TeamReflexionsgespräch mit mehreren Mediatoren. Das Gespräch ist ein externalsierter, innerer Dialog, der stellvertretend für die Parteien geführt wird und ihnen zu Erkenntnissen verhelfen soll.
reflective MediationMit diesem Begriff soll wohl nur darauf hingedeutet werden, dass die Mediation einen reflektiven Umgang mit Konflikten zur Verfügung stellt, der einem aggressiven Verhandeln vorzuziehen ist.
ReflektivierungReflektivierung bezeichnet eine Strategie der Konfliktarbeit, bei der durch gezielte Interventionen eine vertiefte, selbstbezügliche und erweiterte Denkweise bei den Beteiligten angeregt wird. Ganz nach dem Motto, die Parteien müssen denken, nicht der Mediator!
ReflexionReflexion bezeichnet die Fähigkeit des Denkens, sich auf sich selbst zu beziehen. Sie ermöglicht es, Wahrnehmungen, Gedanken, Emotionen und Handlungen aus einer Metaebene zu betrachten, zu überprüfen und einzuordnen. Reflexion ist eine zentrale Voraussetzung für Lernen, Perspektivenwechsel und bewusste Entscheidungsfindung. Die Reflexion führt in eine prüfende Betrachtung, die in der Mediation eine Voraussetzung des umfassenden Verstehens ist.
ReflexionsstimulanzReflexionsstimulanz bezeichnet die gezielte Gestaltung von Bedingungen, die Selbstreflexion bei Medianden begünstigen, ohne diese direkt anzuleiten oder inhaltlich zu steuern. Im Unterschied zu punktuellen Reflexionsimpulsen (z. B. Fragen) beschreibt Reflexionsstimulanz ein kontinuierliches, meist subtil wirkendes „Grundrauschen“ aus Atmosphäre, Haltung und Struktur, das kognitive und emotionale Öffnung ermöglicht.
ReformulierungsverfahrenDas Reformulieren gilt als Basisstrategie für ein Gesprächsführungsmodell, das auf das Konzept des Aktiven Zuhörens verweist. Die vorliegende Untersuchung von Reformulierungsverfahren folgt gesprächsanalytischen Prinzipien und stellt insbesondere die sequenzielle Herstellung der Verfahren in den Fokus.
ReframingEinen neuen, andern Blickwinkel ermöglichen, indem eine andere Perspektive angeboten wird oder ein neuer Kontext hergestellt wird. Das Refrain ändert den Bezugsrahmen, in dem das Problem bewertet wird.

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Hinweise und Fußnoten

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Bearbeitungsstand: 2026-03-28 18:37 / Version .

Siehe auch: Lexikon