Die Leitsatzdatenbank

Mediation ist nicht gleich Mediation. Ihre Varianz verwirklicht sich in einer Vielfalt, in der sich ganz unterschiedliche Sichten auf die Mediation und Lehren offenbaren. Wiki to Yes hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese unterschiedlichen Sichten zu ergünden und gegenüberzustellen. Das Leitsatzverzeichnis ist nur ein Hilfsdmittel, um dieses Ziel zu erreichen. Bitte beachten Sie auch:

Mediationsverständnis Differenzierung nach Schulen Leitsatzverzeichnis Beispieleverzeichnis

Die Datenbank erfasst alle Theoreme, Lehr- und Merksätze, die in den Text der Wikiseiten eingearbeitet sind. Die Datenbank erlaubt ihre Überarbeitung und erleichtert das Auffinden der Merksätze. Auch sind Zuordnungen möglich. Die Zuordnung zu den Kategeorien erlaubt die Gliederung und Sortierung. Die Zuordnung zu unterschiedlichen Schulen erlaubt ihre Validierung und hilft, die unterschiedlichen Lehren und Sichten auf die Mediation zu erkennen und gegeneinander abzugrenzen.

Zusammenstellung der Leitsätze
In dieser Zusammenstellung können die Leitsätze nach Schlagworten ausgewählt werden. Eine Zusammenstellung, die nach Schulen unterscheidet, finden Sie unter Thesen der Mediationsschulen. Geben Sie im Suchfeld unterhalb der Spaltenüberschrift einfach ein Stichwort ein, um einen Leitsatz zu finden.
 
BezeichnungLeitsatz
Der Mediator ist stets verpflichtet, die Rolle eventuell zu beteiligender Anwälte zu klären!
Wenn Mediator ein Beruf ist, lautet die korrekte Berufsbezeichnung eines als Mediator auftretenden Anwaltes Mediator, wenn er professionell Mediationen anbietet.
Ein Anwalt wird entweder als Rechtsanwalt oder als Mediator tätig und nicht sowohl als Rechtsanwalt wie als Mediator.
Der Mediator arbeitet die Interessen heraus und befähigt die Medianden, ihre Interessen selbst wahrzunehmen.
Das Mediationsgesetz gilt für alle Mediatoren in gleicher Weise und ist ein vorrangiges Gesetz (Lex specialis), das auch für Rechtsanwälte gilt.
Eine Mediation kann keine parteiliche Rechtsberatung ersetzen!
Die Mediation ist ein Verfahren, bei dem sich Verfahrensfehler nicht auf das rechtliche Ergebnis auswirken!
Konsens ist das Ziel, aber auch der Weg!
Wenn die gefundene (herbeigeführte) Lösung keinen beiderseitigen (situationsabhängigen) Nutzen einbringt (also weder vorteilhaft noch nachhaltig ist), ist die darüber herbeigeführte Lösung nicht mehr als ein (beliebiger) Vergleich, der die Frage aufwirft, wo sich in der Verhandlung die Mediation verwirklicht hat.
Jeder Fall eignet sich für die Mediation, wenn es darum geht, einen Widerspruch aufzulösen, um ein noch besseres Ergebnis zu finden, in dem sich alle Seiten des Widerspruchs wiederfinden
Die Themen sollten angeben, WAS (genau) zu regeln ist, damit deutlich wird WELCHER Konflikt beigelegt werden kann (soll).
Der Mediator muss in jeder Lage des Verfahrens sagen können, welches Thema in welcher Phase bearbeitet wird
Der Verstehensgegenstand in der Mediation ist motiv- und konfliktorientiert!
Der Mediationsgegenstand ist immer nutzenorientiert!
Der Gegenstand des Streites wird (in der Mediation) immer auf den Nutzen ausgerichtet!
Die Verstehensvermittlung erstreckt sich auf alles, was die Parteien verstehen müssen, damit sie sich am Ende ein Angebot unterbreiten können mit dem sie einvernehmlich den Konflikt beilegen.
Die Mediation kennt keinen Gewinner. Sie kennt nur einen Gewinn!
Das Thema ist NICHT Teil der Zielvereinbarung. Es wird zwar darauf bezogen, hat aber einen eigenen Stellenwert in der Mediation
Das auf den Nutzen ausgerichtete Ziel macht die Mediation zu einem nutzenorientierten Verfahren.
Mediation ist Suche nicht das Durchsetzen einer Lösung mit anderen Mitteln
Nur ein gemeinsames Ziel erlaubt einen gemeinsamen Weg. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Parteien das gemeinsame Ziel setzen, eine Lösung zu finden. Damit wird der Weg des (gemeinsamen) Suchens ermöglicht!
Die Mediation ist immer geeignet, wenn es darum geht, einen Weg zu finden, wie sich ein (unlösbarer) Widerspruch überwinden lässt. Das Ziel beschreibt den Zustand nach seiner Überwindung
Die Mediation ist ein SUCHSPIEL (im spieltheoretischen Sinn), das am besten mit einem Puzzle zu vergleichen ist
Nur wer ein gemeinsames Ziel verfolgt, kann einen gemeinsamen Weg gehen.
Die Ausbildung muss einen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung leisten
Mediator und Parteien sitzen alle in einem Boot. Jeder hat eine Aufgabe und muss darauf achten, dass das Boot nicht kentert
Je mehr Erkenntnisse gewonnen werden, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, ein passendes Ergebnis zu finden!
Je mehr der Mediator versteht, umso mehr kann er vermitteln!
Auf einen Nenner gebracht bemisst sich die Kompetenz des Mediators an seiner Fähigkeit zu Verstehen, das Verstandene zu vermitteln und in den Erkenntnisprozess der Mediation einzubeziehen
Das mediative Know how kann also als das Wissen beschrieben werden, wie sich die Kompetenz der Verstehensvermittlung in der Logik des Mediierens verwirklicht
Weil die Mediation eine Vermittlung ist, beschreibt die mediative Kompetenz das zum Verstehen und zur Verstehensvermittlung notwendige Wissen und die Fertigkeiten, den zur parteiseitigen Lösungsfindung notwendigen Erkenntnisprozess bedarfsabhängig und nachvollziehbar zu verwirklichen
Mit Ausnahme des Güterichterverfahrens ist eine direkte Verweisung in die Mediation nicht möglich!
Eine Rechtsberatung ist für den Mediator nicht nur erlaubt, sondern notwendig und zulässig, wo es um die Anwendung und Durchführung des Verfahrens geht. Sie ist auch für Anwälte nicht erlaubt, wenn sie zur Herbeiführung der Lösung benutzt wird. Sie ist erlaubt und gegebenenfalls notwendig, wo es um die Sicherung und Wirksamkeit der gefundenen Lösung geht
Alles was nicht verboten ist, ist erlaubt!
Das Herausarbeiten einer Lösungsalternative ist, wenn parteiliche Interessen dabei eine Rolle spielen, wieder eine Angelegenheit der Parteiberatung, also dem Mediator verwehrt.
Der Mediator muss sich im Klaren darüber sein, dass das Recht optional eine alternative Lösung herbeiführen kann und dass das Ergebnis am Recht zu messen ist!
Eine einheitliche und übereinstimmend verstandene Terminologie ist der Garant für ein solides Fundament der Mediation!
Nur wer ein gemeinsames Ziel hat, kann einen gemeinsamen Weg gehen!
Entscheidend ist nicht die Verpackung (der Rahmen), sondern der Inhalt (was drin ist).
Die Mediation ist ein Verfahren das die informelle Kommunikation ermöglichen soll und auf einer informellen Kommunikation basiert.
Ohne miteinander zu reden ist es schwierig, ein Einvernehmen herzustellen. Ohne ein Einvernehmen ist es schwierig eine Entscheidung herbeizuführen, die von beiden Seiten akzeptiert werden kann. Ohne dass beide Seiten die Entscheidung akzeptieren, wird es schwierig sein, eine Lösung zu realisieren.
Der Mediator, oder besser gesagt: die Mediation, leisten Erkenntnishilfe, indem die Gedanken wie Bausteine einer auf den anderen aufgesetzt werden. Verschiedene, selbst inkompatible Denkperspektiven werden möglich, indem sie in eine sequentielle Folge gebracht werden.
Wenn die Parteien die Lösung finden sollen, brauchen SIE (also die Parteien) neue Erkenntnisse, die ihnen dazu verhelfen
Die Mediation ist ein verstehensbasiertes Verfahren. Sie kann als ein gedanklicher Prozess verstanden werden, der mittels der Reflexion Erkenntnisse aufgreift, generiert und zusammenführt, sodass die Parteien einen Erkenntnisgewinn erzielen, der es ihnen erlaubt, die Lösung zu finden
Erst die Kenntnis über die Steuerung der Zusammenhänge und ihre Verwirklichung im konkreten Fall ergibt das, was eine Mediation ausmacht
Um die Mediation zu begreifen, muss ihre innere Logik verstanden und das Zusammenspiel ihrer Elemente durchschaut werden
Die Mediation kann den Fall (Konflikt) in seiner gesamten Komplexität abwickeln und ist selbst dementsprechend komplex
Der Konflikt ignoriert fachliche Grenzen!
Konflikte sind nicht auf eine reine Fachbehandlung zu reduzieren. Bei Fachmediationen ist deshalb stets zu prüfen, ob sie eine Erweiterung zur Mediation oder eine Einschränkung darstellen
Die Interdisziplinarität ist ein Wesensmerkmal der Mediation, weil es schwer fallen würde, die Mediation nur aus einer Disziplin heraus zu beschreiben
Eingabe und Pflege der Leitsätze
Hier können Sie einen neuen Leitsatz erfassen oder den Trackler bearbeiten. Um einen Leitsatz zu bearbeiten, klicken Sie im Leitsatzverzeichnis einfach auf den Datensatz. Die Leitsätze können mit dem folgenden Code im Text eingebunden werden:

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Hinweise und Fußnoten

Alias: Lehrsätze, Ausblick, Theorem, Merksatz
Siehe auch: Wiki to Yes Aktionen
Prüfvermerk: